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Buchbinderei Zinn steht nach Maschinenbrand kurz vor der Insolvenz

Versicherer R+V hat bislang keine Zahlungen geleistet

Ein Feuer richtete bei der Buchbinderei Zinn einen Sachschaden von rund 500.000 Euro an.

In der Nacht zum 1. September hat ein Feuer den Betrieb der Buchbinderei Zinn im Großenlüderer Ortsteil Kleinlüder lahmgelegt. Wie die Fuldaer Zeitung am Morgen des 1. Septembers berichtete, sei durch Beschädigungen an Maschinen, am Gebäude und an gelagerten Druckerzeugnissen ein Sachschaden von rund 500.000 Euro entstanden. Trotz Betriebsausfall- und Maschinenversicherung steht das Unternehmen jetzt kurz vor der Insolvenz, da bislang keine Zahlungen geleistet wurden.  

Ein aktueller Bericht der Osthessen News beschreibt jetzt die Sorgen des Eigentümers Thomas Zinn. „Wenn die Versicherung nicht bald bezahlt, muss die kleine Firma Insolvenz anmelden und alle 40 Mitarbeiter auf die Straße setzen“, heißt es dort. Versichert ist die Buchbinderei bei der R+V-Versicherung, diese ist ihren Zahlungsverpflichtungen aber trotz Ausschluss einer Brandstiftung noch nicht nachgekommen.

Ermittlungen der Kriminalpolizei hatten ergeben, dass ein technischer Defekt am Leimwerk der Klebebändermaschine Schuld am Feuer war, wie Thomas Zinn gegenüber Osthessen News angibt. Dennoch weigert sich die Versicherung zu zahlen und schiebt etwaige Manipulationen an der Maschine und kranke Sachbearbeiter vor. Sogar 25.000 Euro Belohnung soll die Versicherung für Hinweise zur Brandursache ausgelobt haben, so der Bericht der Osthessen News vom 8.12.2015.

Einige Mitarbeiter seien durch den Brand in große finanzielle Schwierigkeiten geraten, da die Gehälter durch den Betriebsausfall nicht mehr fortgezahlt werden könnten, erklärt Thomas Zinn gegenüber Osthessen News. In ihrer Not wandten sich einige Mitarbeiter direkt an die R+V-Versicherung –  jedoch ohne Reaktion. Die Versicherung hat sich bislang nicht zu einer Stellungnahme bereiterklärt.

Zum Bericht der Fuldaer Zeitung

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