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CEPI: Papier- und Pappe-Produktion 2014 in Europa leicht rückläufig, aber steigender Verbrauch

Neueste Statistik des Verbandes der Europäischen Papierindustrie (CEPI) beleuchtet die Entwicklung in der Papier- und Pappe-Industrie
 

Das Diagramm zeigt die Entwicklung der Papier- und Karton/Pappen-Produktion und Produktions-Kapazität im CEPI-Raum von 1992 bis 2014. Rot = Papier- und Pappe-Produktion, Blau = Produktions-Kapazität für Papier und Pappe, Grün = Kapazitätsauslastung (Quelle: CEPI Key Statistics 2014).

Die Papierindustrie in Europa ist im Umbruch. Während die Nachfrage nach klassischen grafischen Papieren eher abnimmt, ist bei Verpackungs-Substraten sowie Hygienepapier-Produkten ein Zuwachs zu verzeichnen. So die Kernaussage der jetzt veröffentlichten neuesten Statistik des Verbandes der Europäischen Papierindustrie (CEPI). Die Zahlen zeichnen ein klares Bild von der Leistung der Branche im Jahr 2014. Der Bericht enthält Daten über Produktion, Verbrauch und Handel von Zellstoff, Papier und Rohstoffen sowie Daten über Energie und Umwelt.

Die CEPI-Statistik zeigt eine Industrie „in voller Transformation“, wie es wörtlich heißt, mit einer Zunahme der Leistung in der Verpackungsbranche und einer geringeren Zunahme der Hygienepapier-Produktion – was mehr als einen Ausgleich des kontinuierlichen Rückgangs in der Produktion von grafischen Papieren darstellt, so CEPI. Hier nun einige wichtige Daten aus dem Bericht:

• Die Herstellung von Papier und Pappe/Karton in Europa verringerte sich um 0,2% im Jahr 2014 gegenüber dem Vorjahr, nach einem kumulierten Rückgang von 4% zwischen 2010 und 2013. Sie hat sich nun bei 91,1 Mio. Tonnen eingependelt. Den höchsten Negativwert gab es bei der Produktion von Zeitungspapier. Das ging in einem Jahr um –6,9% zurück (von 8,157 Mio. t im Jahr 2013 auf 7,594 Mio. t 2014).

• Der Verbrauch von Papier und Pappe/Karton stieg um 0,9% im Vergleich zum Jahr 2013 und belief sich auf 77,1 Mio. Tonnen. Dieser Anstieg ist besonders wichtig, folgt er doch auf drei Jahre des kontinuierlichen Rückgangs. Die EU28 (28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union) und die Eurozone konnten sich im Jahr 2014 erholen, bei einem angenommenen jährlichen Wachstum des BIP von jeweils 1,3% (EU28) und 0,8% (Eurozone; Quelle: Eurostat). Dies schlug sich in der Nachfrage nach Papier nieder.

• Grafische Papiere repräsentieren 40,5% aller in Europa produzierten Papiere und Kartons, Verpackungspapiere 47,5%, Sanitär- und Haushaltspapiere 7,7% und 4,3% Spezialpapiere.

• Exporte von Papier und Pappe in Länder außerhalb des CEPI nahmen ab, während die Importe zulegten, was zu einer leicht negativen Handelsbilanz geführt hat. Allerdings konnten die CEPI-Länder insgesamt eine positive Handelsbilanz bei Papier (mehr Exporte als Importe) mit einem Volumen von 14,0 Mio. Tonnen im Jahr 2014 (14,8 Mio. Tonnen in 2013) verzeichnen.

• Die Zellstoffproduktion sank um 1,4% im Vergleich zum Jahr 2013 mit einer Leistung von 13,2 Mio. Tonnen. Näheres und vollständiger Bericht auch unter www.cepi.org/topics/statistics.

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