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Cebit: Computermesse laut F.A.Z. in tiefer Krise

Angeblich radikaler Kurswechsel geplant

Einer Recherche der Tageszeitung F.A.Z. zufolge, steckt die Computermesse Cebit, einst Flaggschiff des deutschen Ausstellungswesens, in einer tiefen Krise. Aussteller und Besucher würden der Veranstaltung seit Jahren vermehrt den Rücken kehren und die Leitmesse laufe Gefahr, ihre internationale Bedeutung zu verlieren. So sank die Zahl der Cebit-Aussteller in den vergangenen fünf Jahren von knapp über 8.000 auf nur noch knapp über 6.000. Zugleich verlor die Messe im gleichen Zeitraum nahezu die Hälfte ihrer 800.000 Besucher. Kein Wunder also, dass die Deutsche Messe AG als Veranstalter bereits mit einem Verlust von rund sechs Millionen Euro im Geschäftsjahr 2007 rechnet – allein aufgrund der Cebit-Krise. In diesem Jahr werden unter anderem die Handyhersteller Nokia und Motorola, LG Electronics und Konica Minolta sowie der chinesische Hersteller Lenovo auf der Ausstellerliste vermisst.
Neben dem wachsenden Wettbewerbsdruck durch die inzwischen auch jährlich stattfindende Internationale Funkausstellung in Berlin sowie die Computermesse CES (Las Vegas/USA) und die Mobilfunkausstellung 3GSM (Barcelona/Spanien) mache der Cebit vor allem der Vorwurf vieler Aussteller zu schaffen, die Messe habe keinen klaren Fokus. So sei vielen Software- und Computerherstellern zum Beispiel die immer stärker vertretene Unterhaltungselektronik ein Dorn im Auge.
Um sich diesen veränderten Rahmenbedingungen anzupassen und weitere Ausstellerabsprüngen zu verhindern, arbeite die Messe gemeinsam mit dem Ausstellerausschuss an einem neuen Konzept, dass bereits 2008 voll greifen und das Profil der Cebit wieder schärfen soll (aller Voraussicht nach wieder mehr auf die reine Informationstechnik). Kernaufgabe hierbei sei die Steigerung der Effizienz sowohl für die Aussteller als auch für die Besucher im Rahmen eines »Gesundschrumpfungsprozesses«. Um für die Aussteller kostengünstiger zu werden, werde auch über eine Messeverkürzung nachgedacht.

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