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Paginanet GmbH weist auf Risiken der Cloud-Nutzung hin

„Betriebs- und Kundendaten besser nicht in Cloud-Lösungen speichern“
 

Werden angesichts der aktuellen Datenspionage-Enthüllungen wieder nach oben gespült: Sicherheitsbedenken bei der Nutzung von Cloud-Software/-Services.

Die Paginanet GmbH, Anbieterin von MIS-Systemen für die Druckindustrie, weist angesichts der aktuellen Datenspionage-Enthüllungen auf die Risiken und Einschränkungen bei der Nutzung von Cloud-Lösungen hin – insbesondere, wenn es um die Verwaltung von Betriebs- und Kundendaten geht. Deren Einsatz könne erhebliche Schwierigkeiten beim Kundendatenschutz, bei der Einforderung von Schutzrechten sowie allgemein im Bereich der Rechtssicherheit auslösen. Dies gelte speziell dann, wenn sich die Cloud außerhalb von Deutschland befinde. Hinzu käme, dass der Zugriff auf die Daten aufgrund fehlender Bandbreiten heute häufig gar nicht verlässlich möglich sei.

Bestätigt sieht sich der Softwareanbieter, der die Datenverwaltung in seinen Lösungen bislang ausschließlich über Inhouse-Lösungen regelt, in seinen Vorbehalten gegenüber der Cloud durch Gespräche mit Unternehmen und Juristen sowie durch die Aussagen des Bundesbeauftragten für den Datenschutz, Peter Schaar. Dieser hatte im Zusammenhang mit den Lauschangriffen des englischen und amerikanischen Geheimdienstes darauf hingewiesen, dass sich Unternehmen gut überlegen sollten, Daten in der Cloud zu speichern, jedenfalls soweit sich diese Cloud außerhalb von Deutschland befindet. So gibt es Berichte von sorgenvollen Unternehmen, deren Firmen-Daten zwar zunächst in Deutschland hinterlegt wurden, später allerdings wohl ins Ausland transferiert worden seien. So sei ständig die Angst vorhanden gewesen, dass der Zugriff gekappt werden könnte.

Die Frage, in welchem Land die Daten gespeichert sind, bringt laut Paginanet inzwischen auch Anwälte gegen die Cloud-Lösungen auf. Die Auftragsdatenverwaltung, also die Verarbeitung und Speicherung von Daten Dritter, setze laut deutschem Gesetz voraus, dass der Auftragnehmer jederzeit Herr über die Daten sei und diese wiederum beim eingesetzten Dienstleister jederzeit überwacht werden könnten. Die Übermittlung von Daten in Länder außerhalb der EU sei so überaus problematisch und in vielen Fällen ohne ausdrückliche Zustimmung des Betroffenen nicht zulässig. Hinzu komme, so die Juristen, dass die Durchsetzung von geistigen und gewerblichen Schutzrechten schwierig sein könnte, schließlich gelte immer das Recht des Landes, in das die Daten ausgelagert sind.

Auch die Datenverfügbarkeit und die Geschwindigkeit der Datenübermittlung stellt nach Meinung der Paginanet GmbH bei der Cloud-Nutzung ein Risiko dar. Beispiele aus der Praxis zeigten, dass vor allem bei geringen Bandbreiten oder Schwankungen die Bearbeitung von Angeboten und Aufträgen zum Teil nur sehr schwer möglich ist. Dies gelte insbesondere dann, wenn viele Anwender gleichzeitig auf die Daten in der Cloud zugreifen würden, dafür aber womöglich nur eine Leitung zur Verfügung stehe.

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