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Die "100 besten Plakate" sind gewählt

Buch und Ausstellungen zum Wettbewerb "100 beste Plakate '12"
 

Die Jury kürte insgesamt 49 Arbeiten aus Deutschland, 47 aus der Schweiz, drei aus Österreich sowie eine österreichisch-schweizerische Koproduktion.

Über 500 Einreicher haben für den Wettbewerb „die 100 besten Plakate '12 – Deutschand Österreich Schweiz“ mit mehr als 1700 Plakaten teilgenommen. Am Ende kürte die international besetzte fünfköpfige Jury 49 Arbeiten aus Deutschland, 47 aus der Schweiz, drei Preise gingen nach Österreich und einer an eine österreichisch-schweizerische Koproduktion. Die Bildergalerie zeigt einige der besten Wettbewerbsprodukte.

Das Medium Plakat befinde sich „aktuell in einer besonders turbulenten Umbruchsphase“, konstatiert Christian Brändle, der Juryvorsitzende im Wettbewerb „die 100 besten Plakate '12 – Deutschland Österreich Schweiz“, und Vereinspräsident Stephan Bundi beklagt, die Bedeutung der Plakatwerbung werde „mehr und mehr unterschätzt“; Aufträge würden nicht mehr angemessen honoriert und statt von Profis von unqualifizierten Laien ausgeführt. „Die öffentliche Anerkennung“ für das Plakat zurückzugewinnen, ist daher oberstes Anliegen des traditionsreichen Wettbewerbs.

Zwei Drittel  der ausgezeichneten Arbeiten sind Auftragsarbeiten, vornehmlich für die Sparte Kultur (Theater, Konzerte, Museen). Es fehlen Beispiele aus der Wirtschaft; auch finden sich im aktuellen Jahrgang nur wenige politische und humanitäte Aussagen. „Voll Banane!“ titelt Schwarz auf Gelb das Poster von Fons Hickmann m23 für Amnesty International (es gibt weniger Regeln für den Handel mit Waffen als für den mit Bananen), „Help Japan“ heißt es in dem von Oliver Hesse konzipierten Plakat, das zur Hilfe für die vielen nach Fukushima obdachlos gewordenen Menschen aufruft.

Die pünktlich zur Preisverleihung im Berliner Kulturforum erschienene Dokumentation (Verlag Hermann Schmidt Mainz) präsentiert alle Gewinner. Für die besonders Neugierigen hat sich der Gestalter Jianping He, hesign Berlin, etwas Besonderes ausgedacht: Wer mehr über die Projekte erfahren möchte und René Grohnerts historische Betrachtung zur Plakatkunst lesen will, muss die kleinen „Messer“ aus der hinteren Umschlagklappe herauslösen und die blauen und grünen Seiten der japanischen Blockbindung aufschneiden. Das funktioniert so hervorragend wie das ganze Buch.

Die Ausstellung „100 beste Plakate“ geht auch auf Reisen, die nächste Station ist Nürnbergs Neues Museum (31.7. bis 8.9.), es folgen Essen, Luzern und Wien. Beispiele der ausgewählten Arbeiten gibt es in dieser Bildergalerie.

Infos zum Buch:

"100 beste Plakate 12 Deutschland Österreich Schweiz
", Gestaltung: Jianping He
mit Texten von René Grohnert, Christian Brändle und Stephan Bundi dt./engl.
144 Seiten mit allen 100 Siegerplakaten plus 72-seitigem Textteil, versteckt in japanischer Blockbindung
, Format 21 x 24 cm, Verlag Hermann Schmidt Mainz, 
Foliengeprägte Hybrid-Broschur mit integrierten ›Messern‹
, ISBN 978-3-87439-848-0
, 34,80 Euro

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