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Dringend gesucht: Nachwuchs für die Druckindustrie

VDMB-Umfrage belegt rückläufige Bewerberzahlen auf Ausbildungsplätze
 

Thomas Hosemann, Referent für Bildung des VDMB: "Die hohen Löhne in der Branche alleine genügen nicht mehr, um für junge Menschen attraktiv zu bleiben."

73,9 Prozent der ausbildenden Unternehmen in der Druck- und Medienbranche geben rückläufige Bewerberzahlen an. Dies zeigt eine Umfrage des "Verband Druck und Medien Bayern" (VDMB), an der sich deutschlandweit 70 Unternehmen beteiligten. Besonders vom Bewerberrückgang betroffen sind laut Umfrage die Berufsbilder des Medientechnologen Druck und Druckverarbeitung. 

Immerhin 20 Prozent der Betriebe gaben an, dass sie im vergangenen Jahr nicht alle angebotenen Ausbildungsplätze besetzen konnten. Auch die Entwicklung der Berufsschülerzahlen spiegelt laut VDMB diese Entwicklung wider: Hier sei im vergangenen Jahr ein starker Rückgang festzustellen gewesen. Außerdem bildeten die Unternehmen kaum mehr über Bedarf aus, so der VDMB. Demzufolge hätten zwei Drittel der Betriebe angegeben, dass sie vorhaben, alle Azubis nach der Ausbildung zu übernehmen.

Um offene Ausbildungsstellen zu besetzen senke laut Umfrage rund ein Viertel der Betriebe die Anforderungen an die Vorbildung der Bewerber. „Die hohen Löhne in der Branche alleine genügen nicht mehr, um für junge Menschen attraktiv zu bleiben. Viele unserer Unternehmen werden deshalb aktiver und gehen in die Offensive: Sie besuchen Schulen und Ausbildungsmessen, stärken ihr Ausbildungsmarketing und bieten Praktika in ihren Unternehmen. Das sind die richtigen Antworten auf die Entwicklung am Bewerbermarkt. Der VDMB wird sie dabei unterstützen“, bewertet Thomas Hosemann, Referent für Bildung des VDMB, die Ergebnisse der Studie.

Mit einer überdurchschnittlich hohen Ausbildungsquote leisteten viele Betriebe der Druck- und Medienindustrie einen entscheidenden Beitrag zur Sicherung von qualifiziertem Nachwuchs in der Branche. Und dennoch: "Die Absolventenzahlen allgemeinbildender Schulen sinken und die Betriebe werden sich zukünftig auf schwächere Bewerber einstellen müssen und verstärkt Nachwuchswerbung betreiben“, so Hosemann weiter.

Der VDMB wiederum gibt an, auf die Unterstützung im Bereich Nachwuchsbewerbung in den kommenden Jahren einen besonderen Fokus zu legen. Der Branchenverband stehe dazu im Austausch mit den Bildungseinrichtungen und der Agentur für Arbeit. Zudem stellen die Druck- und Medienverbände Werbematerialien für die Bewerberakquise sowie Hilfestellungen bei der Auswahl geeigneter Bewerberinnen und Bewerber zur Verfügung. Weitere Informationen: www.vdmb.de/nachwuchsgewinnung

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