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Dritter "Drupa Global Trends Report" bescheinigt Optimismus in der Branche

Digitale Technologien legen am schnellsten zu – Funktionaler Druck und Verpackungsdruck sind Wachstumstreiber
 

Der dritte "Drupa Global Trends Report" zeigt, dass Druckdienstleister dem laufenden Jahr zunehmend optimistisch gegenüberstehen. Außerdem, so ein weiteres Ergebnis, legen Digitaldrucktechnologien am schnellsten zu und auch über die Investitionspläne der Druckdienstleister gibt es Aussagen.

Trotz engerer Margen, fallender Preise und der noch immer nicht vollständig überwundenen Auswirkungen der Finanzkrise blicken die Druckdienstleister zunehmend optimistisch auf das Jahr 2016. Das geht aus dem dritten "Drupa Global Trends Report" hervor, für den im Herbst 2015 rund 1.100 Druckdienstleister und 350 Zulieferer zu wirtschaftlichen Eckdaten und der allgemeinen Entwicklung der Branche befragt worden sind. Weitere Ergebnisse beziehen sich auf das Verhältnis Digitaldruck zu konventionellen Verfahren sowie auf den funktionalen sowie den Verpackungsdruck als Wachstumstreiber.

Bereits seit 2013 werden die Umfragen im Auftrag der Messe Düsseldorf durch die Marktforschungsunternehmen Printfuture aus Großbritannien und Wissler & Partner aus der Schweiz durchgeführt. „Für uns bieten diese Umfragen wichtige Informationen zur Einschätzung der Branchenentwicklung und damit zur weiteren strategischen Entwicklung der Drupa“, erklärt Sabine Geldermann, Direktorin der weltgrößten Druckfachmesse.

„2016 ist das Bild nicht so homogen wie 2015. Einige Regionen wie Nordamerika florieren, dafür kämpfen andere“, so Richard Gray von Printfuture. „Ähnlich sieht es bei den Segmenten aus: Während Verpackungs- und Funktionsdruck im Allgemeinen gut laufen, stehen die Anbieter im Akzidenzmarkt vor größeren Herausforderungen, diejenigen im Verlagswesen erst recht."

Wie die ersten Ergebnisse des dritten "Drupa Global Trends Reports" zeigen, haben rund 37% der international befragten Drucker ihre Situation im Jahr 2015 als gut, 12% hingegen als schlecht eingeschätzt – was einem Positiv-Saldo von 25% entspricht. Mit Blick in die Zukunft seien die Drucker generell optimistischer. So würden 50% im laufenden Jahr 2016 eine Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Situation erwarten, nur 6% rechneten mit einer Verschlechterung – was einem Positiv-Saldo von 44% entspreche.

Nach Regionen betrachtet, sind die Befragten, so zeigen es die Ergebnisse der Herbstumfrage, in allen Gebieten optimistischer eingestellt als 2015, wobei die stärksten Zuwächse in Afrika, Australien/Ozeanien, dem Mittleren Osten und Asien zu verzeichnen wären. Nach Sektoren seien unter dem Strich alle Prognosen für 2016 optimistischer. Hier sollen Akzidenz- und Funktionsdruck (manchmal auch als Industriedruck bezeichnet) den größten Anstieg gegenüber 2015 aufweisen.

Digitale Technologien legen am schnellsten zu

Bei der Betrachtung der gängigen 14 Druckverfahren wurde festgestellt, dass erwartungsgemäß digitale Technologien am schnellsten zulegen (durchschnittlich um 28% jährlich). Ein beträchtliches Wachstum verzeichne zudem der Bogenoffsetdruck – hier vor allem im Verlagswesen (Nettozuwachs von 7%) und im Verpackungsdruck (+12%). Der Flexodruck werde vor allem im Verpackungsdruck erfolgreich eingesetzt (+18%), der Tiefdruck verbuche ein eindeutiges, wenn auch bescheidenes Wachstum mit +3%. Im Funktionsdruck liegt laut dem "Drupa Global Trends Report"  eine Wachstumsbranche für den Siebdruck (+11%), wobei auch hier digitale Technologien sehr wichtig sind.

Obwohl der größte Teil des Umsatzes noch immer von konventionellen Druckverfahren generiert werde, legt der Digitaldruck nach Umfrageergebnissen mengen- und wertmäßig stetig zu. Eine Ausnahme sei der Verpackungsdruck, wo nur 13% der Befragten berichteten, dass dieser über 2% des Umsatzes ausmache (im Vergleich zu 35% für Akzidenz, 24% für Verlagswesen und 59% für Funktionsdruck). Digitaldruck könne seine Vorteile vor allem dann ausspielen, wenn es darum gehe, variable Inhalte zu drucken: 59% der Funktionsdruckbetriebe und 35% der Akzidenzdrucker berichten, dass über 25% ihrer Digitalumsätze auf variable Inhalte entfallen. Web-to-Print scheint den Ergebnissen zufolge hingegen zu stagnieren: mit nur einem Prozent Wachstum von 2014 (25% der Drucker verzeichneten ein Plus) auf 2015 (26% gaben ein Plus an). Nur Nordamerika und der Funktionsdruck als Segment hätten beträchtliche Mengenzuwächse bei Web-to-Print verzeichnen können.

Verfügbarkeit der Ergebnisse des "Drupa Global Trends Reports"

Die ausführlichen Ergebnisse des dritten "Drupa Global Trends Reports" sollen Mitte März in englischer Sprache veröffentlicht werden. Die Kurzfassung werde in sieben Sprachen (Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Chinesisch und Russisch) auf der Website der Drupa verfügbar sein. Ergänzt werden die drei jährlichen drupa Global Trends-Reporte durch zwei drupa Global Insights-Berichte, die sich auf Technik-Trends und Technologie-Wandel beziehen. Der erste unter dem Titel „The Impact of the Internet on Print - The digital flood” beurteilt die Bedeutung und Auswirkung des Internets und digitaler Medien auf die Druckbranche. Der zweite Bericht „Touch the future – Applications that can create growth” vom November 2015 geht dem Wachstumspotenzial innovativer Technologien auf den Grund. Alle Studien stehen zum Download auf der Drupa-Webseite zum Preis von 249,00 Euro zur Verfügung.

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