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Drucken mit 3D-Effekt: Dürmeyer investiert in eine MGI Jet Varnish 3D

Hamburger Druckerei bietet unter der Marke "Black Label" neue Veredelungsmöglichkeiten an
 

Dreidimensionale Effekte lassen die unterschiedlichsten Motive besonders lebenbig erscheinen. Bei der Dürmeyer GmbH werden solche Veredelungsmöglichkeiten seit April unter der Marke "Black Label" angeboten.

Wenn 3D auf Print trifft: Die Hamburger Dürmeyer GmbH hat in das digitale Veredelungssystem Jet Varnish 3D des französischen Herstellers MGI investiert und ihr Portfolio damit um eine besondere Dienstleistung ausgebaut. Unter der Marke "Black Label" bietet das Unternehmen nun die UV-Spotlackierung im Drop-on-Demand-Verfahren bis zur Auflage 1 an. Mit der MGI Jet Varnish 3D lassen sich dreidimensionale Strukturen mit unterschiedlichen Höhen darstellen, ohne dass das Motiv zuvor geprägt werden muss.

"Wir waren auf der Suche nach einem USP", erklärt Pascal Dürmeyer, Geschäftsführer in der dritten Generation. Schließlich sei es schwierig, Neukunden zu gewinnen, wenn das Leistungssprektrum dem anderer Druckereien zu sehr ähnelt und damit austauschbar ist. Dank der Veredelungsmöglichkeiten der MGI Jet Varnish 3D besitzt Dürmeyer nun einen "Türöffner" zu potenziellen Kunden, denn die digitale UV-Spotlackierung unterscheidet sich deutlich von der Lackierung im Siebdruck. Während sich durch den dünnflächigen Lackauftrag im Siebdruck zwar glänzende Flächen, jedoch keine haptischen Effekte erzielen lassen, können mit der Jet Varnish 3D sowohl große Flächen gleichmäßig lackiert wie auch dreidimensionale Strukturen mit unterschiedlichen Höhen dargestellt werden, ohne dass eine voherige Prägung notwendig ist.

Was kann die Jet Varnish 3D?

Das Know-how, das Dürmeyer in der 106-jährigen Firmengeschichte unter anderem im Bereich Druckvorstufe aufgebaut hat, kommt auch der Arbeit mit der Jet Varnish 3D zugute. So lassen sich laut Pascal Dürmeyer Lackformen einfach mit Graustufen anlegen. Außerdem bringe das Lackiersystem ein eigenes Betriebssystem mit, das Indesign und Photoshop ähnele und Veränderungen noch direkt an der Maschine zulasse. So können zum Beispiel Strukturen verändert, Motive geschrumpft, aufgebläht oder die Lackzufuhr geändert werden.

Die Jet Varnish von MGI arbeitet auf Basis der Drop-on-Demand-Technologie und erzielt auf den unterschiedlichsten digital- und offsetvorgedruckten Substraten Schichtdicken zwischen 3 Mikron und 200 μm. Dabei erreicht das Veredelungssystem Geschwindigkeiten von bis zu 3000 B2-Bogen pro Stunde – abhängig vom Lackauftrag. Der maximale Druckbereich beträgt 51,5 x 104,5 cm. Die Bogen werden durch den integrierten Inline-UV-Trockner direkt getrocknet.

Eine eigene Marke für die UV-Spotlackierung in 3D

Die Veredelung mit der Jet Varnish 3D bietet Dürmeyer unter der Marke "Black Label" an. "In der Kreativität hinter dieser Technologie haben wir unsere seine Nische gefunden", resümiert Pascal Dürmeyer. Dabei will das Unternehmen aber nicht als Veredler gesehen werden. "Wir bieten die UV-Spotlackierung in 3D für die Produkte an, die auch bei uns gedruckt werden", so der Geschäftsführer.

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