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Druckhaus Berlin-Mitte erhält Green-Brands-Zertifikat

Druckerei in Anwesenheit des Berliner Umweltsenators ausgezeichnet
 
Übergabe Zertifikat

Bei der Übergabe des "Green Brands" Zertifikates (v. l.): Norbert Lux, COO Green Brands; Dieter Ebert, Umweltbeauftragter DBM Druckhaus-Berlin Mitte; Martin Lind, Geschäftsführer DBM Druckhaus Berlin-Mitte und Michael Müller, Umwelt- und Stadtentwicklungssenator Berlin.

Die DBM Druckhaus Berlin-Mitte GmbH bestand als erste Druckerei in Deutschland das Prüfungsverfahren der internationalen "Green Brands"-Organisation als "nachhaltiges und ökologisches Unternehmen". Das Zertifikat erhielten auch bereits Unternehmen wie Werner & Mertz (für die Produkte der Marke "Frosch") oder Gerolsteiner Brunnen.

Die Übergabe des Zertifikats erfolgte am 15. Oktober 2013 im Rahmen der Eröffnungsfeier des neuen Standortes des Druckhauses in Anwesenheit des Berliner Umweltsenators Michael Müller. Die Urkunde wurde vom COO der Organisation, Norbert Lux, an den Umweltbeauftragten Dieter Ebert und an Geschäftsführer Martin Lind überreicht.

Sowohl von Umweltsenator Müller als auch von Norbert Lux wurde besonders gewürdigt, dass sich das Druckhaus parallel zum gerade vollzogenen Umzug dem Prüfungsverfahren unterzogen hat. Der Umweltbeauftragte der DBM Druckhaus Berlin-Mitte, Dieter Ebert, sagte zu der Auszeichnung: "Wir sind stolz diese Auszeichnung als erste Druckerei in Deutschland erhalten zu haben. Damit werden auch die Anstrengungen für eine umweltschonende Printproduktion, die seit einigen Jahren in unserer Branche verstärkt zu verzeichnen sind, im Vergleich zu anderen Branchen gewürdigt."

Das Zertifikat honoriert nach Angaben des DBM die Selbstverpflichtung von Marken und Unternehmen zu ökologischer Verantwortung. Es wird von der Organisation „Green Brands” in internationaler Zusammenarbeit mit unabhängigen Institutionen, Gesellschaften und Marktforschungsinstituten aus den Bereichen Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz verliehen. Beim Auswahlverfahren für das Zertifikat durchlaufen "ökologisch nachhaltige" Produkte, Dienstleistungen und Unternehmen einen dreistufigen Prozess der Nominierung, Validierung und Entscheidung. Die Nominierung erfolgt auf Vorschlag von Medienpartnern, Interessenverbänden oder durch ein Jury-Mitglied. In der Validierungsphase wird das Unternehmen einer Prüfung mit Fragenkatalog und „Reality Check” unterzogen. Das letzte Wort hat schließlich eine Jury von Fachleuten.

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Leserkommentare (1)

Axel Fischer | Montag, 11. November 2013 14:36:03

Wie kann ein Druckhaus mit einer Indigo ein Nachhaltigkeitszertifikat bekommen?

Oh weh, was ist denn das für ein Zertifikat, das die Umwelteigenschaften des eigentlichen Produkts, nämlich der Druckerzeugnisse außer Acht lässt? Mit einer Indigo hergestellte Druckerzeugnisse sind erwiesenermaßen nicht nachhaltig, sondern schon in geringen Mengen nachteilig im Recyclingprozess; die Makulatur muss sorgfältig von anderem grafischen Altpapier getrennt werden und kann nur für Wellpappenrohstoff wiederverwendet werden.

Indigo-Drucke kann man im Altpapier leider nicht erkennen und aussortieren, sie sind weder für ein EU-Ecolabel qualifiziert noch für das österreichische Umweltzeichen (die erwiesenermaßen qualifizierten Pioniere in Sachen umweltfreundliche Druckbetriebe sitzen im südlichen Nachbarland) noch für den nordischen Schwan. Indigo ist genaugenommen auch kein Druckverfahren, sondern eine Laminierung -- bunte Plastikfolie wird von einem Träger auf das Papier übertragen. Entwickelt in einer Zeit, als Nachhaltigkeit noch keine Rolle spielte.

Da drängt sich der Verdacht auf, dass man sich für jede Konstellation irgenwo am Markt irgendein Greenwashing-Label schnitzen kann, das ggfs. kritische Faktoren eben einfach außer Acht lässt. Und schon ist die Welt wieder grün. Peinlich ist nur, dass da auch noch der Umweltsenator mitspielt -- im Umweltbundesamt sind die Probleme der Indigo durchaus bekannt.

Mehr dazu:

www.print.de/News/Produkt-Technik/Fluessigtoner-Drucke-verursachen-Schaden-in-Papierfabrik

www.ingede.com/digital/digi-overview.html

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