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Drupa 2016: positiver Spirit für die weltweite Druckbranche

Die nächste Drupa findet erst von 23. Juni bis 3. Juli 2020 statt
 

260.000 Besucher kamen zur Drupa 2016 nach Düsseldorf.

260.000 Besucher aus 188 Ländern haben die Drupa 2016 in Düsseldorf besucht. Das sind 54.500 weniger als 2012 (314.248 Besucher). Dies gab die Messe Düsseldorf zum Abschluss der 16. Drupa bekannt. Das Gros der Aussteller berichtet aber von einer sehr erfolgreichen Messe mit zahlreichen Geschäftsabschlüssen und vielversprechenden Kontakten.

Nach Angaben des Messeveranstalters konnten die Erwartungen, dank des äußerst positiven Investitionsklimas, übertroffen werden. „Die Druckbranche erfindet sich immer wieder neu und bietet ungemein viele Facetten mit großem Potenzial. Genau das hat die Drupa 2016 eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Wir konnten hier in den 19 Messehallen eine hoch innovative Industrie erleben, die es geschafft hat, das Jammertal zu verlassen und die Zukunft in den Griff zu nehmen“, erläutert Claus Bolza-Schünemann, Vorsitzender des Drupa-Komitees und Vorsitzender des Vorstandes der Koenig & Bauer AG. Der Besucherrückgang spiegle die weltweite Konsolidierung der Branche wieder und auch der verkürzte Zeitraum von nur elf statt 14 Messetagen dürfte eine Rolle gespielt haben.

Rund 75 Prozent der Besucher seien Führungskräfte und ausschlaggebend bzw. mitentscheidend beteiligt, wenn es um Investitionen in ihren Unternehmen geht. Dies geht aus einer durch den Veranstalter durchgeführten Besucherbefragung hervor. Dort heißt es außerdem, dass 54 Prozent der Besucher mit konkreten Investitionsabsichten auf die Drupa 2016 gekommen sind und 29 Prozent vor Ort Aufträge vergeben haben. 30 Prozent sollen die Auftragsvergabe nach der Drupa planen und 60 Prozent haben auf der Drupa neue Lieferanten gefunden.

„Die Kunden kommen, bis auf wenige Ausnahmen, nicht mehr mit großen Delegationen oder im Rahmen eines Firmenausflugs zur Drupa. Vielmehr ist es das Top-Management, das nach Düsseldorf reist – und bei dieser Drupa aus 188 Ländern“, erläutert Werner Matthias Dornscheidt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf GmbH.

Internationalität noch weiter verstärkt

Mit 197.000 Besuchern aus dem Ausland – das sind rund 76 Prozent – übertrifft die Internationalität der Drupa 2016 sogar noch das hohe Niveau der Drupa 2012 (rund 60 Prozent). Dazu haben vor allem die asiatischen Besucher beigetragen: Aus dem gesamten Kontinent kamen 17 Prozent (2012: 13,6 Prozent) der internationalen Besucher. Und hier wiederum stellte Indien mit fünf Prozent den größten Anteil, gefolgt von China mit drei Prozent. Unter den europäischen Ländern führen Italien, Frankreich, die Niederlande und UK.

Noch während des Messezeitraums nahm die Messe Düsseldorf Abstand vom zunächst propagierten Drei-Jahres-Turnus. Die nächste Drupa findet deshalb doch nicht im Jahr 2019 sondern im Jahr 2020 vom 23. Juni bis 3. Juli statt.

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Leserkommentare (2)

Dr. Andreas Selling | Donnerstag, 16. Juni 2016 17:46:10

Positiver Spirit weltweit! Und in Deutschland?

Das sind interessante Zahlen in dieser Meldung, die man sich aber auch einmal anders anschauen kann:

Im Jahr 2012 gab es 314.228 Besucher, von denen etwa 60 % aus dem Ausland kamen. 40 % kamen demnach aus dem eigenen Lande: Das waren dann 125.691 deutsche Print-Fans.

In diesem Jahr fanden 260.000 Interessierte den Weg nach Düsseldorf, 197.000 (76 %) davon aus dem Ausland. 24 % der Besucher kamen folglich aus dem eigenen Land: Das sind dann knapp 63.000 "Inländer" gewesen.

Die Zahl der deutschen Drupa-Besucher hätte sich demnach halbiert. Dass man heute auf die großen Delegationen und die Firmenausflüge verzichtet (warum wohl?), mag eine Erklärung sein. Was diese Zahlen über die Entwicklung unsere Industrie aussagen, mag jeder - dem optimistisch-beschönigenden Grundtenor dieser Meldung ("Positiver Spirit") zum Trotz - für sich selbst beurteilen.

Dr. Andreas Selling | Donnerstag, 16. Juni 2016 17:46:06

Interessante Zahlen

Das sind interessante Zahlen in dieser Meldung, die man sich aber auch einmal anders anschauen kann:

Im Jahr 2012 gab es 314.228 Besucher, von denen etwa 60 % aus dem Ausland kamen. 40 % kamen demnach aus dem eigenen Lande: Das waren dann 125.691 Print-Fans.

In diesem Jahr fanden 260.000 Interessierte den Weg nach Düsseldorf, 197.000 (76 %) davon aus dem Ausland. 24 % der Besucher kamen folglich aus dem eigenen Land: Das sind dann knapp 63.000 "Inländer" gewesen.

Die Zahl der deutschen Drupa-Besucher hätte sich demnach halbiert. Dass man heute auf die großen Delegationen und die Firmenausflüge verzichtet (warum wohl?), mag eine Erklärung sein. Was diese Zahlen über die Entwicklung unsere Industrie aussagen, mag jeder - dem optimistisch-beschönigenden Grundtenor dieser Meldung ("Positiver Spirit") zum Trotz - für sich selbst beurteilen.

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