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Drupa-Preis 2015 geht an Nina Kleinöder

Historikerin erforscht betrieblichen Arbeitsschutz in der westdeutschen Eisen- und Stahlindustrie im 20. Jahrhundert
 

V.l: Claus Bolza-Schünemann (KBA-Vorstand und Vorsitzender des drupa-Komitees), Prof. Dr. Anja Steinbeck (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf), Preisträgerin Nina Kleinöder und Werner M. Dornscheidt (Geschäftsführer der Messe Düsseldorf)

Die Historikerin Dr. des. Nina Kleinöder hat den drupa-Preis 2015 gewonnen. Die Drupa zeichnete die 32-jährige Oberhausenerin für ihre Dissertation „Betrieblicher Arbeitsschutz in der westdeutschen Eisen- und Stahlindustrie im 20. Jahrhundert. Strukturen, Akteure und Verflechtungsprozesse." aus. Den Preis überreichten Claus Bolza-Schünemann (KBA-Vorstand und Vorsitzender des drupa-Komitees), Werner M. Dornscheidt (Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf) und Prof. Dr. Anja Steinbeck (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) im Rahmen einer Festveranstaltung am 1. Juni im Düsseldorfer Industrieclub.

In ihrer preisgekrönten Arbeit setzt sich Kleinöder mit der sinkenden Anzahl der Arbeitsunfälle in der deutschen Eisen- und Stahlindustrie seit den 1920- und 30er Jahren und den Ursachen dieses Trends auseinander. Denn, davon ist Nina Kleinöder überzeugt, dieser Trend ist nicht allein auf Technisierung und Automatisierung oder eine zunehmende Arbeitsschutzgesetzgebung zurückzuführen. Vielmehr seien die Hintergründe wesentlich komplexer. Die Wissenschaftlerin versucht daher Antworten auf Fragen zu finden, die helfen sollen, die wahren Ursachen aufzudecken.

Frau Dr. Kleinöder geht dabei exemplarisch vor, nimmt die Entwicklung der Unfallzahlen an vier Unternehmen der Eisen- und Stahlindustrie aus der Rhein-Ruhr-Region unter die Lupe. Die Wissenschaftlerin deckt so im Verlauf ihrer Arbeit ein komplexes Netzwerk der Verflechtung unternehmensinterner und externer Einflüsse auf – sowie einen Mix aus ökonomischen, politischen und humanistischen Motiven, die zwischen Freiwilligkeit und Regulierung rangieren, zwischen betriebswirtschaftlicher Realität und gesellschaftlichem Anspruchsdenken.

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