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EU-Umweltzeichen kennzeichnet umweltschonende Druckerzeugnisse

Gesamte Prozesskette wird einbezogen
 

Sie stellten das neue EU-Umweltzeichen für Druckerzeugnisse vor: ( v.l.n.r.): Dr. Andreas W. Scherlofsky (Energon), Dr. Andrea Rimkus (RAL), Henning Scholtz (RAL), Harald Sexl (Gutachter) und Susanne Heutling (Umweltbundesamt).

Das Umweltbundesamt hat eine neue Richtlinie zum EU-Umweltzeichen für Druckerzeugnisse vorgestellt. Das Logo auf Magazinen, Büchern und Zeitungen soll es Konsumenten künftig erleichtern, umweltfreundliche Druckerzeugnisse auf einen Blick zu erkennen.

Entscheidendes Kriterium des EU-Umweltzeichens sei, dass die gesamte Prozesskette eines Druckerzeugnisses berücksichtigt werde, wie Dr. Andrea Rimkus von der RAL gGmbH erklärt. Rimus ist zuständig für die Prüfung der Anträge.

Das EU-Umweltzeichen für Druckerzeugnisse beinhaltet Produkte jeder Art aus bedrucktem Papier, die zumindest zu 80 Prozent aus Papier, Pappe oder Substraten auf Papierbasis bestehen; davon ausgenommen sind Bücher, Kataloge, Blöcke, Broschüren oder Formulare, die zu mindestens 80 Prozent aus Papier, Pappe oder Substraten auf Papierbasis bestehen müssen. Beilagen, Deckel und sämtliche aus bedrucktem Papier bestehenden Komponenten des Endprodukts werden miteinbezogen. Zu verwenden sind mit dem EU-Umweltzeichen ausgezeichnete Papiere. Die Kriterien sollen vor allem die ökologische Effizienz bei der Druckfarbenentfernung fördern und die Wiederverwertbarkeit von Druckerzeugnissen erhöhen. Zudem soll der Einsatz und der Emissionen schädlicher Stoffe, verringert beziehungsweise vermieden werden sowie die die Abfallmenge reduziert werden.
Um das EU-Umweltzeichen deutschen Druckereien nahe zu bringen, fand im Umweltbundesamt ein Informationsworkshop für Druckunternehmen statt. In Kürze werde es die ersten deutschen Druckereien geben, die alle Kriterien erfüllen und Druckerzeugnisse nach der neuen Richtlinie anbieten können. Weitere Workshops sollen dieses Jahr in Frankreich, Dänemark, Schweden, Polen, England, Tschechien und Italien folgen. „Erste Erfahrungen zeigen ein großes Engagement deutscher Druckunternehmen, welches wegbereitend für andere EU-Mitgliedsstaaten sein soll. Wir werden Best-Practice-Beispiele aus Deutschland aufgreifen und anderen Ländern zur Verfügung stellen, damit dieser Weg EU-weit fortgesetzt werden kann“, meint Ernst Leitner von der G&L Werbe und Verlagsgesellschaft mbH, der Leiter des EU-Projekts, dessen Ziel der Kapazitätsaufbau zur Umsetzung der neuen Richtlinie in EU-Mitgliedsstaaten ist.

Das EU-Umweltzeichen wurde 1992 ins Leben gerufen, als die Europäische Kommission sich dazu entschied, ein europaweites, freiwilliges System zu entwickeln, dem Konsumenten vertrauen können. Seitdem hat sich die Zahl der ausgezeichneten Produkte und Dienstleistungen jedes Jahr erhöht.

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Leserkommentare (1)

Thomas Köpk | Montag, 13. Mai 2013 12:26:01

EU Umweltzeichen eu.ecolabel

Ich war Teilnehmer der Auftaktveranstaltung. Sie war sehr informativ, es gibt allerdings noch einige Hürden in der Abwicklung zu überspringen.
Ansonsten sehe ich für jedes Druckunternehmen in Deutschland die Chancen umweltverträgliche Produkte herzustellen als große Herausforderung und gegenüber dem Wettbewerb als weiteres Alleinstellungsmerkmal.

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