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EU plant Format-Untergrenzen für neue Bogenmaschinen

Überkapazitäten sollen wirkungsvoll abgebaut werden

Die EU plant Format-Untergrenzen für Bogendruckmaschinen, um Überkapazitäten abzubauen.

Die Europäische Kommission macht ernst mit der angekündigten „Sozialverträglichen Restrukturierung in der europäischen Druckindustrie“. Um die Überkapazitäten wirkungsvoll abzubauen, will man die Anzahl der Druckereien mit Klein- und Mittelformatmaschinen reduzieren, indem für neue Bogendruckmaschinen eine verbindliche Format-Untergrenze eingeführt wird. Dies geht aus einem bislang unter Verschluss gehaltenen Papier hervor.

Demnach plant die Europäische Kommission, dass ab Januar 2014 im Bogenbereich nur noch Maschinen mit einem bedruckbaren Format von mindestens 100 x 140 cm betrieben werden dürfen. Ob es für Digitaldrucksysteme, die ja häufig im A3-Format arbeiten, längere Laufzeiten geben wird, soll noch mit den Lieferanten diskutiert werden.
In Deutschland stoßen die Brüsseler Pläne auf wenig Zustimmung. So hat der "Verband Druck & Medien Bayern" mit dem EU-Beauftragten für Bürokratieabau, dem ehemaligen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber, einen prominenten Mitstreiter gegen das EU-Vorhaben gewonnen. Die Wirtschaftsministerien Japans und der Volksrepublik China haben ebenfalls mit scharfen Eingaben gegen die Bogenformat-Verordnung protestiert. Wie der Gesetzestext genau lauten wird, soll bei einem Experten-Hearing am 1. April im EU-Parlament in Straßburg erörtert werden.

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