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Entlastungen bei EEG-Umlage für Druckereien nicht wirksam

Entlastungen erweisen sich als nicht wirksam: In der Summe steigen die Kostenbelastungen der Unternehmen weiter stark an, so Dr. Paul Albert Deimel.

Der Bundesverband Druck und Medien (BVDM) hat die Novelle des Erneuerbaren Energien-Gesetzes kritisiert. Einer Mitteilung des Bundesverbandes zufolge soll ab 2012 die EEG-Umlage, d. h. die Umlage für erneuerbare Energien, für die Stromkunden um weitere 0,06 Cent auf 3,59 Cent pro Kilowattstunde steigen. Die von der Bundesregierung angekündigten Entlastungen für mittelständische Unternehmen erweisen sich laut BVDM als nicht wirksam. Von den abgesenkten Einstiegsschwellen für eine Begrenzung der EEG-Umlage können typische mittelständische Druckunternehmen nicht profitieren, da das Gros der Branche die immer noch zu hohe Einstiegsschwelle nicht erreicht, heißt es in der Mitteilung weiter.

Für Großunternehmen sei die Umlage dagegen gedeckelt. Unternehmen mit einem Stromverbrauch von mehr als einer Gigawattstunde (bislang 10 GWh) pro Abnahmestelle sowie Stromkosten von mehr als 14 Prozent (bislang 15%) der Bruttowertschöpfung des Unternehmens könnten einen Antrag auf Begrenzung der EEG-Umlage beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stellen.

Für die Druckindustrie entwickeln sich laut BVDM die Energiepreise und die Förderung der erneuerbaren Energien hingegen zu einem gravierenden Wettbewerbsnachteil. Bereits 2011 sei die EEG-Umlage um rund 1,5 Cent pro Kilowattstunde und damit um mehr als 70 Prozent gestiegen. Von 2005 bis heute seien die Ausgaben der Unternehmen für Energie um fast ein Drittel (32,2 %) in die Höhe geschnellt.

Die neue EEG-Belastung bedeute auch eine Schwächung für den Export. „Der deutsche EEG-Aufschlag von 35,9 Euro pro Megawattstunde ist in dieser Größenordnung einzigartig und für die Druckindustrie im internationalen Wettbewerb besonders wettbewerbsschädlich." so Dr. Paul Albert Deimel, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Druck und Medien.

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