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Financial Times Deutschland erscheint heute zum letzten Mal

Auf der allerletzten Seite eine "Entschuldigung"
 
Letzte Seite der FTD

In ihrer letzten Ausgabe "entschuldigen" sich die FTD-Redaktionsmitglieder bei Gesellschaftern, Anzeigenkunden, Politikern, Pressesprechern und Lesern.

Die Wirtschafts-Tageszeitung Financial Times Deutschland erscheint heute mit ihrer letzten Ausgabe. Das Hamburger Verlagshaus Gruner + Jahr hatte vor zwei Wochen beschlossen, das defizitäre Blatt nach knapp 13 Jahren am Markt einzustellen. Insgesamt sind nach Verlagsangaben 258 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der G+J Wirtschaftsmedien in Hamburg, 42 in Frankfurt und 14 in weiteren Außenbüros von der Schließung betroffen, die auch alle mit der FTD verbundenen Onlineaktivitäten umfassen.

In der letzten, 44-seitigen Ausgabe – bei der aus dem Zeitungstitel bereits die Buchstaben N, A, C und I gepurzelt sind um daraus die „FINAL TIMES" zu machen – gibt es unter anderem einen Rückblick auf die spektakulärsten Berichte, aber auch über Fehleinschätzungen der vergangenen Jahre.

Auf der allerletzten Seite folgt dann eine „Entschuldigung" (siehe Abbildung), unter anderem bei den „lieben Gesellschaftern", „dass wir so viele Millionen verbrannt haben" und bei den „lieben Anzeigenkunden, dass wir so kritisch über Eure Unternehmen berichtet haben". Wenn man noch einmal von vorn anfangen dürfte, schreibt die Chefredaktion: „Wir würden es jederzeit wieder genauso machen."

Laut IVW hatte die Financial Times Deutschland im 3. Quartal 2012 zwar 102.101 verkaufte Exemplare gemeldet, davon waren allerdings nur 41.629 „echte" Abos und gerade einmal 3.102 Exemplare im Einzelverkauf. Der Rest waren Bordexemplare und „sonstiger Verkauf". Die Abodatei wurde vom Verlag des Handelsblatts gekauft, das im 3. Quartal 80.222 Abonnenten gemeldet hatte und natürlich jetzt hofft, viele bisherige Leser des Konkurrenztitels für sein Produkt gewinnen zu können.

Die zuletzt gemeldete Druckauflage von 121.319 Exemplaren wurde auf dem charakteristischen lachsrosa Papier an vier Standorten produziert: Bei der Presse-Druck und -Verlags-GmbH in Augsburg ("Ausgburger Allgemeine"), in der Druckerei des Mannheimer Morgen, im zur WAZ Mediengruppe gehörenden Druck- und Verlagszentrum Hagen-Bathey sowie bei der BVZ Berliner Zeitungsdruck, einer Tochterfirma der Unternehmensgruppe M. DuMont-Schauberg.

In den vergangenen Tagen hatte die FTD auf der Auktionsplattform Ebay bereits diverse „Andenken" zu Gunsten von „Reporter ohne Grenzen" versteigert. 

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