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Französische Wirtschaftszeitung “La Tribune“ stellt Papierausgabe ein

Unternehmen ist zahlungsunfähig - zwei Übernahmeangebote liegen vor

Das französische Wirtschaftsblatt „La Tribune“ ist am 29. Januar 2012 zum letzten Mal als gedruckte Tageszeitung erschienen. Künftig soll sie nur noch online erscheinen.
Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) berichtete, steht das Unternehmen wegen Zahlungsunfähigkeit unter Gläubigerschutz.

Zwei Übernahmeangebote liegen vor: Das erste stammt laut der Onlineausgabe der Süddeutschen Zeitung (SZ) von dem Regionalzeitungsunternehmen France Economie Régions und der Gruppe Internet Hi-Media. Dieses Angebot will eine - auch auf lokale - Wirtschaftsnachrichten spezialisierte Internet-Zeitung machen und jeweils freitags eine gedruckte Wochenzeitung herausbringen. 50 der 165 Mitarbeiter sollen von La Tribune übernommen werden.

Das zweite Angebot ist vom Finanzfonds LFPI vorgelegt worden, der sich mit 40 Angestellten allein aufs Online-Geschäft beschränken möchte.

Die Redakteure der Wirtschaftszeitung hätten sich widerstrebend für Offerte Nummer eins entschieden, weil sie es als kleineres Übel empfinden, heißt es in der SZ-Online weiter.

La Tribune wurde 1985 gegründet, um der Wirtschaftszeitung Les Echos Konkurrenz zu machen. Die Zeitung wechselte mehrmals Besitzer und Erscheinungsbild und hatte auch immer wieder mit Verlusten zu kämpfen.

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