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Friedrich-Koenig-Medaille für Ted Cyman

Erster ausländischer Ingenieur erhält diese Auszeichnung für seine Verdienste im Digitaldruck
 

Bei der Verleihung der Friedrich-Koenig-Medaille am KBA-Stammsitz in Würzburg (v.l.): KBA-Vorstandsvorsitzender Claus Bolza-Schünemann, Ted Cyman und Dr. Markus Heering, Geschäftsführer Fachverband Druck- und Papiertechnik im VDMA.

Seit 1953 wird die Friedrich-Koenig-Medaille in Gedenken an den Erfinder der Druckmaschine, Friedrich Koenig (1774 – 1833), für besondere Verdienste auf dem Gebiet des Druckmaschinenbaus verliehen. Mit der Verleihung werden führende Persönlichkeiten aus der Druckmaschinenindustrie für ihre Verdienste um technisch-konstruktive Entwicklungen von Druckmaschinen, Forschung und Lehre im Druckmaschinenbau ausgezeichnet. Erstmals in ihrer Geschichte ging die Friedrich-Koenig-Medaille im Jahr 2015 an einen Ingenieur aus dem Ausland. Ted Cyman, Vizepräsident Forschung und Entwicklung von RR Donnelley (USA), wird damit für seine Verdienste im Digitaldruck geehrt. Die Verleihung wurde anlässlich der Mitgliederversammlung des VDMA Fachverbandes Druck- und Papiertechnik in Würzburg bei Koenig & Bauer AG durch den KBA-Vorstandsvorsitzenden Claus Bolza-Schünemann vorgenommen.

Ted Cyman beschäftigt sich seit 38 Jahren mit Variable Printing. „In dieser Zeit haben wir viele Technologiestadien durchlaufen. Wir (RR Donnelley) haben mit Inkjet begonnen, sind dann auf Toner-Technik umgestiegen und zuletzt aufgrund verbesserter Qualität zum Inkjet-Verfahren zurückgekehrt“, so Cyman wörtlich. Die wichtigsten Erfindungen habe man in all den Jahren als Team im Bereich Variable Data Printing entwickelt, in dem Texte, Grafiken und Bilder von einem Druck zum nächsten ausgetauscht werden können. Hier hält RR Donnelley auch einige Inkjet-Patente.    

RR Donnelley kann auf eine 150 Jahre alte Firmengeschichte zurückblicken. Der Druckkonzern sieht sich als Marktführer für integrierte Kommunikationsservices und größter Druckdienstleister in Nord-Amerika. „Unsere digitale und analoge Drucktechnik ist Teil dieses Gesamtpakets aus Produkten und Services, mit dem wir 63.000 Kunden in 39 Ländern rund um den Globus in ihrer Kommunikation unterstützen“, so Cyman weiter. 

RR Donnelley treibt die Transformation von analoger zu digitaler Drucktechnik aktiv voran. Weil Qualität und Effizienz der digitalen Verfahren immer besser werden, werden künftig immer mehr Druckaufgaben von analogen auf digitale Verfahren übergehen, ist er überzeugt. Allerdings sei RR Donnelley beides – also analoge und digitale Verfahren – wichtig, um die heterogenen Kommunikationsanforderungen der Kunden zu bedienen. „Wir glauben fest daran, dass die Zukunft innovativer Kommunikationslösungen für unsere Kunden in der Verbindung analoger und digitaler Verfahren liegt. Ich denke, dass es gute Gründe gibt, Offset-Druck um digitale Prozesse zu erweitern. Also das Beste aus beiden Welten: hohe Druckqualität und Geschwindigkeit des Offset-Drucks vereint mit Variabilität des Digitaldrucks“, so Cyman.

Funktionale Druckanwendungen im Trend?

Einen wichtigen drucktechnischen Trend sieht er in funktionalen Druckanwendungen. Cyman: „Das Drucken entwickelt sich weiter. Heute drucken wir Graphiken und auch Kommunikation fürs Auge. Künftig werden wir mehr und mehr zum funktionalen Druck übergehen. Ein gutes Beispiel, mit dem auch wir uns bei RR Donnelley intensiv beschäftigen, ist der Bereich Printed Electronics. Druck appliziert hier nicht nur Worte und Bilder – sondern er erfüllt die neue Aufgabe, Daten elektronisch zu übermitteln. Denken Sie an RFID-Chips. Wir drucken sie bereits...“

Gedruckt werden RFID- und andere smarte Label für Kunden. Dabei nutzen die RR-Donnelley-Experten auch metallische Fluide. In Fachkreisen wurden bereits Probleme mit Korrosionserscheinungen bei metallischen Fluiden und die geringen Auflagen in diesem Markt kolportiert. Für Cyman liegen die Herausforderungen hierbei in der Entwicklung der Materialien und des Marktes, der sich aktuell noch im Frühstadium befindet. „Bei den Materialien geht es stetig voran. Und wir haben technische Neuentwicklungen in diesem Feld, denen wir erhebliches Potential beimessen“, so Cyman abschließend.

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