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Gedruckte Elektronik: Erste konkrete Anwendungen

Die internationale Fachmesse und Konferenz für organische und gedruckte Elektronik LOPE-C 2013 zog rund 1.800 Teilnehmer aus rund 40 Ländern nach München. Das sind rund 20 Prozent mehr als bei der Vorveranstaltung
 

Volle Stände, interessierte Besucher: die LOPE-C 2013 zog 20 % mehr Teilnehmer als 2012 nach München.

Die gedruckte Elektronik hält immer mehr Einzug in unser tägliches Leben. Waren vor gut zehn Jahren erste Anwendungen nur mehr im Labor- und Experimentierstadium existent, so dringt die organische und Printelektronik immer stärker in industrielle Anwendungsbereiche vor. Das machte die 5. LOPE-C einmal mehr deutlich. Die von der OE-A (Organic and Printed Electronics Association) gemeinsam mit der Messe München in München durchgeführte Veranstaltung hat sich im „Konzert“ der bedeutendsten Veranstaltungen dieser Art einen führenden Platz erarbeitet und somit als internationaler Marktplatz der gedruckten Elektronik einen Namen gemacht. Und jedes Jahr kommen weitere namhafte Unternehmen als Aussteller in München hinzu.

Die internationale Fachmesse und Konferenz für organische und gedruckte Elektronik ging mit rund 1.800 Teilnehmern aus rund 40 Ländern in München zu Ende. Das sind rund 20 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Während Automobilindustrie oder Verbraucherelektronik bereits auf konkrete Anwendungen der gedruckten Elektronik verweisen können, kommen in vielen weiteren Branchen kontinuierlich neue Anwendungsfelder hinzu. So nimmt zum Beispiel Stephan Berlitz, Head of Lighting Innovations and Functions bei Audi, wichtige Erfahrungswerte von der LOPE-C mit: „Wir sehen bei Audi ein großes Potenzial in der gedruckten Elektronik, insbesondere bei Anwendungen von Oled-Leuchten“, was auch, praktisch umgesetzt, in München zu sehen war.

110 Aussteller aus 19 Ländern (vgl. 2012: 99 Aussteller aus 17 Ländern) präsentierten konkrete Anwendungen, wie beispielsweise einen Sitzsensor für die Automobilindustrie, ein mobiles Blutzuckermessgerät oder fälschungssichere Identifikationslabels.

Die Veranstalter ließen die Bedeutung der Lope-C als Informations-Plattform und Marktplatz für gedruckte Elektronik in einer laut Veranstaltern unabhängigen Teilnehmerbefragung vom Institut Forschungplus untersuchen. Das Ergebnis überrascht nicht: 38 Prozent gehen von einer gleichbleibenden Bedeutung der LOPE-C aus, während 61 Prozent meinen, dass die Veranstaltung sogar an Bedeutung gewinnen wird. 97 Prozent (!) würden die LOPE-C weiterempfehlen.

Diesmal hatten die Veranstalter als besondere Attraktion eine Demo Line eingerichtet: Besucher konnten sich live an der Fertigungsstraße einen Überblick über den kompletten Produktionsablauf von gedruckter Elektronik verschaffen. Thomas Kolbusch, Vice President, Coatema Coating Machinery und Exhibition Chair der LOPE-C, dazu: „Neben der Lope-C Demo Line hatten wir dieses Jahr allgemein an den Ständen eine stärkere Besucherfrequenz. Man merkt, dass sich die Messe immer mehr dem Markt öffnet und zahlreiche neue Besucher auch von Anwenderseite kommen. Dem gegenüber standen auf Ausstellerseite weitaus mehr Anlagen als in den vergangenen Jahren.“ Auch international erlangt die Veranstaltung immer mehr an Bedeutung, so die Veranstalter: Neben Deutschland waren die Top Ausstellerländer (in alphabetischer Reihenfolge): Frankreich, Großbritannien, Niederlande, die Schweiz und USA. Erstmals gab es einen japanischen Gemeinschaftsstand und es nahmen Unternehmen aus Brasilien, Dänemark und Griechenland teil.

Die nächste LOPE-C findet von 26. bis 28. Mai 2014 in München statt.

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