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Gogol Medien veröffentlicht Studie zu Leserreportern

Erkenntnisse aus 25 Projekten mit über 200.000 Bürgerreportern und Millionen von Beiträgen und Bildern
 

Erstaunlich: Laut der Studie von Gogol Medien decken Leserreporter andere Themen ab als Lokaljournalisten.

Die Gogol Medien GmbH & Co. KG (Augsburg), Anbieterin des cloudbasierten Multichannel-Publishing-Systems Gogol Publishing Cloud, hat in einer lang angelegten Studie die Daten aus ihrer Arbeit mit Leserreportern ausgewertet und die wichtigsten Erkenntnisse in einem Weißbuch verdichtet. Dieses Weißbuch soll die Erkenntnisse und Erfolgsfaktoren für die Arbeit mit Leserreportern darstellen.

Laut Gogol Medien berichten inzwischen mehr als 200.000 Leserreporter auf den Portalen von Gogol Medien über lokale Geschichten. Diese Datenbasis wollte man nutzen, um Fakten zum „Mythos“ Leserreporter zu liefern.
Die Studie verdichtet die Erfahrungen aus 25 Lokalzeitungsverlagen, die mit ihren Lesern zusammenarbeiten, um das Spektrum an lokalen Inhalten auszuweiten. Laut Gogol wurden große Datenmengen analysiert, zum Beispiel Nutzungsdaten von über einer Million Beiträgen von Leserreportern. Zu den elf wesentlichsten Erkenntnissen gehören laut Gogol Medien:

  • Jeder 30. ist Bürgerreporter: Wo es Angebote für Leserreporter gibt, werden diese auch genutzt! Dies habe der Vergleich aller angemeldeten Nutzer in Bezug auf die Einwohnerzahlen in den Städten ergeben. So sei zum Beispiel im Großraum Hannover jede 30. Person auf dem Internetportal „myheimat“ aktiv. Statistisch gibt es somit in jedem Chor, Fußballverein oder in anderen Gruppierungen mindestens eine Person, die über ihre Aktivitäten berichtet.
  • Leserreporter decken andere Themen als Lokaljournalisten ab: Aus einer Analyse von 85.000 Beiträgen, aus denen eine wissenschaftlich gültige Stichprobe von 556 Beiträgen aus 51 verschiedenen Orten gewählt wurde, ergab sich ein erstaunliches Bild: Inhalte von Leserreportern konkurrieren laut Gogol nicht mit Inhalten von Lokalzeitungen, sondern ergänzen diese. Während die Lokaljournalisten typischerweise die Felder Lokalpolitik, lokale Wirtschaft und Lokalsport abdecken, berichten Leserreporter eher über Themen, bei denen sie sich selbst engagieren: Vereine, Hobbys, Kindergarten, Schule etc.
  • Inhalte von Leserreportern sorgen für ungewöhnlich hohen Traffic: Hauptsächlich zwei Faktoren sollen dafür verantwortlich sein, dass der Einsatz von Leserreportern den Traffic auf den eigenen Seiten stark ansteigen lässt. So werde ein Beitrag eines Leserreporters zwar durchschnittlich nur 253 Mal gelesen, die Summe der Page Impressions der über 200.000 Nutzer betrage aber 253 Millionen. Der zweite Faktor habe etwas mit Leserverhalten zu tun: Zwar kommen laut Gogol nur 21% aller Leser über so genannte soziale Kanäle (also über Empfehlungen von Nutzern), diese sorgen jedoch für 41% der Seitenaufrufe.
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