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Heidelberg: Stünings Medien baut seine „Zukunftsfabrik“ aus

Krefelder Medienunternehmen mit Print-Logistik-Ambitionen investiert in Offset- und Digitaldrucktechnik
 

Stünings Medien und Heidelberg bauen ihre Partnerschaft auf der Drupa weiter aus: (von links) Wilfried Munkelt und Stefan Kuper, Heidelberg; Lothar, Volker und Florian Neumann von Stünings Medien; Harald Weimer und Michael Neugart, Heidelberg.

Mit Digitalisierungslösungen der Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) will die in Krefeld ansässige Stünings Medien GmbH ihre „Zukunftsfabrik 4.0 mit Logistikzentrum“ weiter ausbauen. Im April 2016 wurde das neueste Digitaldrucksystem Versafire CP von Heidelberg in Betrieb genommen. Zur Drupa 2016 bestellte das Unternehmen eine Speedmaster XL 106-Zehnfarben mit Wendung der neuesten Generation.

Gemäß den Worten von Volker Neumann, Geschäftsführender Gesellschafter bei Stünings Medien, benötigt der Betrieb eine noch höhere Produktivität und auch die wachsende Zahl der Aufträge mit vielen Druckplattenwechseln solle effizienter durchgeführt werden können. Dazu diene der simultane Plattenwechsel Autoplate Pro und weitere Automatisierungsmodule an der Speedmaster XL 106, die bis hin zum autonomen Drucken eingesetzt werden kann. Die Installation ist für Ende des Jahres geplant.

Sämtliche Prozesse der Druckerei – Digital- und Offsetdruck sowie Druckvorstufe und Druckweiterverarbeitung – sind bereits durchgängig mit dem Prinect-Workflow vernetzt. Genutzt wird auch der Prinect Business Manager als Gesamtpaket, „um zum einen die Qualität in der Produktion sicherzustellen und zum anderen die Transparenz zu erhöhen“, erklärt Geschäftsführer Florian Neumann. Weitere Drittsysteme, wie Buchhaltung und Online-Shops, werden aufgrund offener Schnittstellen im Prinect Workflow in Kürze integriert.

Intelligente Vernetzung

Stünings Medien vereint in Krefeld die vier eng vernetzten Geschäftsbereiche Verlag, Internet, Werbung und Druck. Rund 110 Mitarbeiter produzieren Fachzeitschriften, Reiseführer, Bücher, Nachschlagewerke, Prospekte, Kataloge und Kundenmagazine sowie Komplettlösungen fürs Internet und Apps für Smart Phones und Tablets. In den letzten Jahren legte das Krefelder Medienunternehmen, das sich zu 100 Prozent im Besitz der Familie Neumann befindet, seinen Schwerpunkt auf die intelligente Vernetzung von Datenbanken, Internet, Druckvorstufe, Druck und Logistik. Die jetzige Investition von vier Millionen Euro ist ein weiterer elementarer Baustein auf dem Weg zur Zukunftsfabrik 4.0. Eine praktische Anwendung dieses Konzepts ist das „Print Logistik System (PLS)“, eine Eigenentwicklung von Stünings Medien. Mit dem Versorgungssystem können Unternehmen und Verbände ihre komplette Versorgung mit Printprodukten und Werbeartikeln abwickeln – von der Visitenkarte über Flyer und Plakate bis zu Katalogen.

Stünings Medien richtet seinen Partnern individuelle Online-Shops ein und hält rund 50 bis 100 verschiedene Artikel auf Lager, die bei Bedarf kurzfristig nachproduziert werden können. Ein Controlling-Tool sorgt dafür, dass Bestände und Nachbestellungen ebenso in den Prozess integriert sind wie das Controlling und die Nutzung der Materialen durch Mitarbeiter und Filialen. Die Prozesskosten in diesem Bereich sollen sich so um bis zu 30 Prozent reduzieren lassen. Mit dem Print Logistik System, das von 45 Kunden bundesweit genutzt wird, praktiziert Stünings Medien im Sinne von „Industrie 4.0“ die intelligente Vernetzung mit den Abläufen der Partnerunternehmen.

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