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Hepack Druck+Verpackung GmbH investiert 12 Mio. Euro in die Verpackungsproduktion

Produktivitätszuwachs von 10 Prozent bereits während der Bauphase
 

Peter Heim, Geschäftsführer und Inhaber der Hepack Druck+Verpackung GmbH, hat die gesamte Produktion in seinem Unternehmen auf eine neue Basis gestellt. Rechts: In der neuen Halle produzieren die beiden neuen Großformat-Druckmaschinen von Heidelberg (Bildausschnitt).

Die im hohenlohischen Neuenstein ansässige Hepack Druck+Verpackung GmbH (Hepack) hat ihre gesamte Produktion und Logistik mit Investitionen von rund zwölf Millionen Euro neu konzipiert, wie die Heidelberger Druckmaschinen AG aktuell meldet. Mit dem Neubau entstanden rund 5.000 qm zusätzliche Fläche, der Warenfluss wurde nach dem Lean-Prinzip komplett neu aufgesetzt.

Die Produktion ist nun mit zwei neuen Großformat-Druckmaschinen von Heidelberg im Format 6 und einer weiteren Faltschachtelklebemaschine sowie drei Stanzen in einem komplett integrierten Prinect-Workflow organisiert. Laut Peter Heim, Geschäftsführer und Inhaber von Hepack, habe man plus zehn Prozent Durchsatz trotz laufender Bau- und Installationsarbeiten in den ersten fünf Monaten des Jahres registriert.

Hepack produziert zu rund 80 Prozent für Lebensmittel- und Süßwarenhersteller mit Produktionsstandorten in Deutschland und im angrenzenden Ausland, etwa ein Fünftel der Aufträge fällt in das Segment „General Packaging“. Zu den Kunden gehören unter anderem Unternehmen wie Unilever, Dr. Oetker und Südsalz.

Über die lebensmittelkonforme Produktion hinaus stellen die Kunden wachsende Anforderungen an die Veredelung der Produkte. Dazu gehört eine wachsende Zahl an Folienveredelungen – Goldfolie ist vor allem bei Süßwarenverpackungen gefragt. Aber auch der Anteil von Spotlackierungen mit UV-Lack nimmt zu.

Der ebenfalls integrierte Heidelberg Prinect-Workflow ist an das ERP-System von Hepack angebunden. Mit der Anbindung des ERP-Systems sind nun alle relevanten Daten jederzeit zentral verfügbar und können für die weitere Verfeinerung der Prozesse genutzt werden.

Die beiden Druckmaschinen des Typs Heidelberg Speedmaster XL 145-6+L weisen einen hohen Automationsgrad auf und ermöglichen einen stündlichen Durchsatz von max. 18.000 Bogen. Eine der beiden Maschinen ist mit einem Hybridlackierwerk ausgestattet, so dass auch UV-Veredelungen möglich sind. Mit dem Inline-Mess- und Regelsystem Prinect Inpress Control lässt sich bei jeder Maschinengeschwindigkeit die Druckqualität steuern, was zusätzlich Zeit spart und die Produktivität erhöht. Auch die logistischen Prozesse im Unternehmen hat Heim gemeinsam mit Heidelberg in Angriff genommen: Beide Druckmaschinen wurden in eine automatisierte Palettenversorgung eingebunden.  

Abgerundet wurde das Investitionspaket durch eine Faltschachtelklebemaschine Heidelberg Diana X115 sowie drei Dymatrix-145-Stanzen.

Nachhaltige Produktion

Mit dem Umbau und der Neugestaltung der Produktion hat Hepack zusammen mit Heidelberg auch die Energiebilanz der Faltschachtelproduktion deutlich verbessert. Die Prozessluft zum Trocknen der Druckbögen wird mit der Abwärme der Druckmaschinen und zusätzlicher Warmluft aus einer Hackschnitzelheizanlage und einem Blockheizkraftwerk vorgeheizt. Die Einweg-Paletten aus Holz, auf denen der Karton angeliefert wird – Hepack hat einen Durchsatz von rund 28.000 Tonnen pro Jahr– werden zu Hackschnitzeln verarbeitet und verheizt. So konnte der Energieeinsatz im Druckbereich um rund 30 Prozent reduziert werden. Mit dem zusätzlichen Gas-Blockheizkraftwerk wird im Winter auch die Produktionshalle geheizt. Der technische Aufwand und die Installation der Hackschnitzelanlage lohnen sich für die Umwelt täglich: pro Betriebsstunde und Druckmaschine spart Hepack damit nach eigenen Angaben rund 100 kW ein.

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