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ISO-Standard zur CO2-Bilanzierung von Druckprodukten veröffentlicht

Erhöhte Vergleichbarkeit klimaneutraler Druckprodukte durch ISO 16759
 

Lange erwartet, nun endlich da: Die ISO hat den Standard 16759 zur CO2-Bilanzierung von Druckprodukten veröffentlicht.

Die International Organization for Standardization (ISO) hat den neuen Standard ISO 16759 veröffentlicht, der alle Erfordernisse für die Berechnung eines CO2-Fußabdrucks für Druckprodukte aufführt. Die internationale Norm, an der seit 2010 gearbeitet wurde, beinhaltet detaillierte Vorgaben in Sachen Berechnungsmethoden, unter anderem für webbasierte CO2-Rechner. 

Die Norm baut auf bestehenden Regelwerken wie etwa PAS 2050 oder ISO TS 14067 auf und ergänzt diese um branchenspezifische Anforderungen. Sie ist eine Referenz für die Entwicklung von CO2-Rechnern für alle Bereiche der grafischen Industrie – von Etiketten und Verpackungen über Bücher, Transaktions-Drucksachen und Zeitungen. Vor allem Drucksacheneinkäufer aus Unternehmen, Verwaltungen und Verbänden profitieren von dem neuen ISO-Standard. Er soll ihnen garantieren, dass die CO2-Berechnungen von ihren Druckdienstleistern international anerkannten Vorgaben entsprechen. Variablen, die die Ergebnisse verfälschen könnten, sollen so ausgeschlossen oder zumindest minimiert werden. Laut Verdigris, der Öko-Initiative der Druckindustrie, und dem Klimaschutz-Unternehmen Climatepartner ist die neue ISO 16759 deshalb von großer Bedeutung für den Vergleich der CO2-Einflüsse von Druckprodukten, die in verschiedenen Märkten von unterschiedlichen Unternehmen und nach unterschiedlichen Methoden produziert wurden. Unter dem Strich macht der Standard also klimaneutrale Druckprodukte über Ländergrenzen hinweg vergleichbarer.

Das komplette Regelwerk ISO 16759 steht nun zur Verfügung und kann über die Webseite der ISO käuflich erworben werden (in englischer Sprache).

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