Weiterempfehlen Drucken

Inprint 2014: Potenziale industrieller Druckanwendungen ausloten

In Halle 21 parallel zur Hannover-Messe – „3D Print Factory“ stellt die zahlreichen Möglichkeiten der verschiedenen 3-D-Fabrikations-Techniken und deren geschäftliches Potential vor
 

Die Fachmesse für industrielle Drucktechnologie, Inprint 2014, findet vom 8. bis 10. April auf dem Messegelände in Hannover, parallel zur Industriemesse, statt.

Vom 8. bis 10. April 2014 soll die Inprint 2014, Fachmesse für industrielle Drucktechnologie, auf dem Messegelände in Hannover ihre Tore öffnen. Aufgrund der Nähe zur industriellen Fertigung findet die Veranstaltung folglich parallel zur Hannover Messe 2014 statt, und zwar in Halle 21 (9 bis 18 Uhr, Eingang West 3). Mehr als 100 Aussteller zeigen Druckmaschinen und Druckproduktionslösungen für den Einsatz in der industriellen Fertigung. Die Fachmesse ist ausschließlich auf Technologien für die industrielle Druckproduktion spezialisiert, die als Teil eines Fertigungsprozesses einen funktionalen oder dekorativen Zweck erfüllt.

Die Einsatzmöglichkeiten industrieller Druckanwendungen reichen vom Funktionsdruck für Automobilkomponenten über Haushaltsgeräte, gedruckte Elektronik, Verpackungen und Bekleidung bis hin zur dekorativen Oberflächenveredelung von Fußböden, Inneneinrichtungen und vielem mehr. Gezeigt werden sollen innovative Techniken und neueste Verfahren für das Bedrucken von Metall, Kunststoff, Textil, Glas, Keramik, Holz und anderen Oberflächen. So liegen die Schwerpunkte der Inprint in den fünf Bereichen Spezialdruck, Siebdruck, Digitaldruck, Inkjet-Druck und 3-D-Druck. Letztere Applikation heißt aufgrund der Ähnlichkeit der meist verwendeten Geräte mit Bürodruckern und dem produzierten dreidimensionalen Gegenstand „3-D-Druck“. Es handelt sich jedoch nicht um „Druck“, sondern um einen generativen, formgebenden Prozess, im Sinne eines Schmelzschichtungsvorgangs („Fused Deposition Modeling“).

Die ausstellenden Firmen präsentieren Maschinen und Drucksysteme für den industriellen Druck; Druckfarben, Tinten und Chemikalien; Materialien, Bedruckstoffe und Substrate; Softwarelösungen; Geräte für die Druckvorstufe und die Druckweiterverarbeitung; Druckköpfe und Siebe sowie integrierte und maßgefertigte Maschinenteile und Lösungskonzepte.

Mit diesem Ausstellungsprofil richtet sich die Inprint 2014 an Druckdienstleister und Spezialisten aus der gesamten Drucklieferkette, die sich auf die Bereiche funktionaler und dekorativer Druck spezialisiert haben oder in diesen für die Druckbranche interessanten Wachstumsbereich investieren wollen. Wie der Veranstalter der Inprint 2014, FM Brooks – Teil der Mack Brooks Exhibitions Group, berichtet, seien Druckspezialisten, Produktionsleiter, Leiter im Bereich Forschung und Entwicklung, Technische Leiter und Designer aus der industriellen Fertigung und aus industriellen sowie auch aus klassischen Druckunternehmen typische Fachbesucher der Inprint. 

Die Einsatzbereiche für den industriellen Druck sind vielfältig und reichen von der Anbringung funktionaler Schichten auf elektronische Geräte und der individuellen Gestaltung von Verbrauchsgütern bis hin zur dekorativen Beschichtung und Veredelung von Oberflächen aller Art. Spezialdruckverfahren wie der 3-D-Druck werden von Industriedesignern zum Erstellen von Prototypen oder zur Fertigung von maßgeschneiderten Komponenten eingesetzt (s.o.). Diese modernen Druckverfahren eröffnen der Fertigungsindustrie völlig neue Optionen. Durch die direkte Einbettung in den Herstellungsprozess ermöglichen sie eine individuelle Gestaltung der Produkte, sowohl in der Massenproduktion als auch in kleinen Losgrößen. Das Design kann freier gestaltet werden und schneller die Produktion erreichen, es bleibt mehr Spielraum für Innovationen. Risiken und Kosten werden minimiert, weil Hersteller flexibel auf Kundenwünsche und Marktveränderungen reagieren können.

Der industrielle Druck schafft daher in vielen Industriebereichen Potential für mehr Wachstum und Wertschöpfung. Laut einer Studie der Forschungsberatung IT Strategies hat der industrielle Drucksektor derzeit einen Marktwert von 100 Mrd. US-Dollar und soll bis zum Jahr 2022 auf 120 Mrd. US-Dollar wachsen. Diese Prognose spiegelt die generell steigende weltweite Nachfrage nach Gebrauchsgütern sowie insbesondere die verstärkte Nachfrage nach individuell gestalteten Massenprodukten, z.B. aus Kunststoff, Textil oder Keramik, wider.

Eintrittskarten zur Inprint sollen ab Januar über die Messewebseite (www.inprintshow.com) erhältlich sein. Die Eintrittskarten sind auch für den Besuch der Hannover Messe gültig.

Anzeige

Firmen-Suche

Leserkommentare

Noch keine Kommentare. Geben Sie den Ersten ab!

Weitere News

VDZ: Zahl der Zeitschriften wächst weiter

Deutsche Zeitschriftenverleger machten 2016 einen Umsatz von 14,8 Mrd. Euro

Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) hatte auf seiner Jahrespressekonferenz in Berlin gute Nachrichten: Die deutschen Zeitschriftenverlage erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2016 einen Branchenumsatz von 14,8 Mrd. Euro (2015: 14,7 Mrd. Euro) und beschäftigten rund 60.000 Mitarbeiter. Für 2017 erwarte man eine weiterhin stabile Geschäftsentwicklung und eine Reihe neuer Zeitschriftentitel.

» mehr

Druck&Medien Awards 2016: After-Show-Party

Jetzt NEU

Die print.de-Karte der wichtigen Branchenkontakte

Mehr Details zu den einzelnen Anbietern in Ihrer aktuellen Ausgabe des Deutschen Druckers unter Service/Das Branchenverzeichnis A-Z
mehr

Top-Themen

Geschäftsführer Christian Aumüller (Aumüller Druck) hinterfragt den ökologischen Sinn von Forstwirtschaftszertifikaten für Druckereien.

"Fürs FSC/PEFC-Zertifikat werden Druckereien ordentlich gegängelt!"

Am Rande eines Interviews mit „print.de“ über das Engagement der Industriedruckerei Aumüller Druck in Regensburg in Sachen betrieblicher Umweltschutz berichtete Geschäftsführer Christian Aumüller über seine jahrelangen Praxiserfahrungen mit der FSC/PEFC-Zertifizierung und hinterfragt deren Sinnhaftigkeit für die Druckindustrie.
mehr

Ganz so unbedeutend ist die Druckbranche gar nicht

Wenn das Geschäft einer Druckerei nicht mehr auskömmlich ist, hört man immer wieder dieselben Begründungen: „Das Internet macht uns das Leben schwer.“ Oder: „Wegen des ruinösen Preiskampfes haben wir keine Chance.“ Warum solche negativen Statements der Printbranche nicht gerecht werden und warum Zeitschriften als Premiumprodukte auch häufiger als alle zwei Monate erscheinen können, erläutert Bernhard Niemela, Geschäftsführer Deutscher Drucker.
mehr

Aktuell bei Top 10

Die 10 besten Schriften 2016

Das sind die 10 besten Schriften des Jahres 2016 – zumindest wenn es nach der britischen Type Foundry "HypeForType" geht. Das britische Versandhaus für Schriften hat die aus seiner Sicht besten Schriften des vergangenen Jahres gekürt.
mehr

Druck&Medien Awards 2016 – Get-together und Dinner

CGI – So sieht die Zukunft der Bildbearbeitung aus

Umfrage

Gibt es in Ihrem Unternehmen einen Betriebskindergarten?

Jetzt abstimmen

Kommentare

Services

Bitte warten...