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John F. Crosfield wird 90 Jahre

Ein Pionier der Druckvorstufenentwicklung

John F. Crosfield kann bei bester körperlicher und geistiger Gesundheit am 22. Oktober 2005 in London seinen 90. Geburtstag feiern. Vor der PC-Revolution, der »Fourth Wave« 1990, haben er und sein weltweit agierendes Unternehmen, die Crosfield Electronics Ltd., dem grafischen Gewerbe den Wandel zur grafischen Industrie durch Einführung von elektronischen Steuerungen und Regelungen ermöglicht.

Der Tiefdruck machte 1949 den Anfang mit Autotron, Secatron, Webatron, Trakatron, Idotron und Inkatron. Eine besondere Spezialität von Crosfield wurde 1958 der Insetter zum registergenauen Einspeisen von im Tiefdruck vorgedruckten Papierrollen in Zeitungsrotationsmaschinen, um diese farbiger zu machen. Mit dem Scanatron stieg er im gleichen Jahr in den Bau von Farbscannern ein, und als der digitale Magnascan 1967 anstand, kam es durch eine Lizenzvergabe zu einem wahren Gentlemen-Agreement mit Dr.-Ing. Rudolf Hell in Kiel, seinem stärksten Konkurrenten und späteren Freund, wodurch beide neben der aus dem Textildruck kommenden Scitex über viele Jahre eine Monopolstellung bei großen Bildverarbeitungssystemen inne hatten.
Auch auf dem Gebiet des Fotosatzes war er mit der Lumitype und dem Magnaset aktiv, ebenso bei der Lasergravur von Tiefdruckzylindern. 1974 war sein Unternehmen so rasch gewachsen, dass es zu finanziellen Engpässen kam und er es deshalb an die De-La-Rue-Gruppe verkaufte. Diese veräußerte es weiter an Dupont und Fujifilm zu gleichen Teilen, wo es schließlich im breiten Spektrum der Produkte von Fujifilm aufging.
John Crosfield und seine aus USA stammenden Frau Edythe, mit der er im August 2005 das seltene Fest der diamantenen Hochzeit (60 Jahre) feiern konnte, leben abwechselnd in Florida und London und John geht nach wie vor seinem Hobby, der Malerei von Landschaften und im Mikroskop gesehenen, bunten Mikrowelten nach.

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