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KBA: LED-UV und konventionelle UV-Technologie in der praktischen Anwendung

Rund 1000 Druckfachleute aus 30 Ländern in Radebeul zu Gast – Wissenstransfer rund um den modernen UV-Bogenoffset
 

Mitten in der Montagehalle: Erstpräsentation der neuen Rapida 105 Pro durch Key Account Manager Jürgen Veil.

Die KBA-Sheetfed Solutions in Radebeul bei Dresden war kürzlich erneut Anlaufpunkt für Kunden aus aller Welt. Rund 1.000 Druckfachleute aus mehr als 30 Ländern informierten sich über jüngste maschinentechnische Entwicklungen des Druckmaschinen-Herstellers, wobei auch hier – vor dem Hintergrund der permanenten Diskussion über UV-Technologie im Offsetdruck – das Thema „LED-UV und Traditional-UV“ im Vordergrund stand. Das große Interesse an der internationalen Kundenveranstaltung hat wieder einmal gezeigt, welche Bedeutung das Thema UV in diversen Varianten mittlerweile in der Druckbranche hat und wie wichtig der Informationstransfer dazu ist. KBA ist im noch jungen HR- und besonders im LED-UV-Druck schon seit Jahren aktiv im F&E-Segment tätig. Daneben gab es auch handfeste neue Technik zu sehen: Mit der Erstpräsentation der im April auf der Print China gelaunchten Rapida 105 Pro und der Inline-Rotationsstanze Rapida RDC (Rotary Die Cutter) erlebten die Fachbesucher gleichzeitig zwei Produktneuheiten in praxisnahen Shows live in Produktion.

Im Rahmen der Veranstaltung verwies Ralf Sammeck, Mitglied der Konzernleitung von KBA und verantwortlich für die neue Geschäftseinheit KBA-Sheetfed Solutions, auf den ganzheitlichen Ansatz des Unternehmens im Segment Bogenoffset (technische und verfahrenstechnische Innovationen, intensive Kundenberatung, schnell reagierender After-Sales-Service auf allen Kontinenten, anwenderspezifische Lösungen und Benchmarking). Der ganzheitliche Ansatz kam auch in der von Key Account Manager Jürgen Veil moderierten Podiumsdiskussion zu modernen Veredelungs- und Trocknungstechnologien zum Ausdruck. Technologiepartner aus den Bereichen Druckfarbe (Flint, Epple, Inx), Lack (Actega, Weilburger) und Trockner (AMS) beantworteten zahlreiche Anwenderfragen. Bei den Farben und Lacken standen die Verfügbarkeit spezieller Serien bis hin zu Deckweiß, Metallic oder Iriodin im Mittelpunkt, ebenso die Eignung für Food- und Nonfood-Verpackungen, die Spielzeug- oder die Tabakindustrie. Hinzu kamen Fragen zu den erreichbaren Druckleistungen, geeigneten Waschmitteln und verfahrenstechnischen Besonderheiten. Auch bei den Trocknern ging es um Praxisthemen: Wie erkennt man den Ausfall von Dioden, wer kann sie tauschen, wie werden LED-Trockner gewartet, wie lässt sich die Aushärtung der LED-Farben messtechnisch bestimmen und vieles mehr.

Neue Rapida 105 Pro mit Touchtronic-Bedienung

Die neue Mittelformatmaschine KBA Rapida 105 Pro wurde in Theorie und Praxis als höher gesetzte Sechsfarbenmaschine mit Doppellack-Ausstattung für konventionelle Farben, Primer und UV-Lack präsentiert. Die Neue weist eine hohe Variantenvielfalt (auch Bogenwendung) auf und erfüllt die wesentlichen Anforderungen der Akzidenz- und Verpackungsdrucker, wie KBA betont. Demnächst ist sie im Radebeuler Demozentrum mit Coldfoiler zur Kaltfolienveredelung vorführbereit. Mit bis zu 17.000 Bogen/h und höherer Preset-Fähigkeit bietet sie im Vergleich zur weiter verfügbaren Rapida 105 etwas mehr Komfort und Leistung (s. hierzu auch Deutscher Drucker Nr. 9/*7.5.2015, Seite 20). Bei Preis und Leistung stellt die Rapida 105 Pro quasi die Brücke zwischen der Rapida 105 und der Rapida 106 dar, die bis zu 20.000 Bogen/h schnell ist und sehr kurze Rüstzeiten ermöglicht.

Beim Jobwechsel wurde ein schneller Lackplatten- und Lacksortenwechsel sowie ein Bedruckstoffwechsel von 250 g/qm auf 1,1 mm Stärke gezeigt. Daneben stand die neue intuitive Touchtronic-Bedienung über einen 16:9-Touchscreen im Mittelpunkt. Alle relevanten Informationen sind laut Hersteller mit max. zweimal Tippen auf den Touchscreen abrufbar. Neu sind u. a. der komfortable Auftragswechsel mit nur einem Knopfdruck (One Button Job Change) und die übersichtlich dargestellte Auftragsliste. Bis Anfang 2016 soll Touchtronic schrittweise für alle neuen Rapidas in allen Formatklassen eingeführt werden.

Der Demo-Block widmete sich den Themen UV und Veredelung: An einer Sechsfarben-Rapida 106 mit Lackturm und Coldfoil Micro wurde die Kaltfolienanwendung in Verbindung mit der HR-UV-Technologie auf nichtsaugenden Bedruckstoffen demonstriert. Auf einer Fünffarben-Rapida 75 der neuesten Generation mit Lackturm und LED-Trockner liefen diverse Druckjobs fürs schnelle Umschlagen. Zu den Schwerpunkten der Präsentation gehörte die mit LED-UV mögliche brillantere Druckqualität auf Offsetpapier. Auf einer Rapida 145 (Sechsfarben mit Lack) zeigte KBA einen Job mit Inmould-Folien und migrationsarmen LED-UV-Farben. Eine Achtfarben-Rapida 106 mit Lackturm und Bogenwendung für die 4-über-4-Produktion war ebenfalls mit LED-Trocknung ausgestattet.

KBA Rapida RDC auch neu

Beim Open House hatte auch die Rapida RDC, eine Rotationsstanze auf Basis von Rapida-Aggregaten, ihre Premiere. Sie arbeitet mit Stanzgeschwindigkeiten bis zu 14.000 Bogen/h und verfügt über unterschiedliche Automatisierungsbausteine für die Einsparung von Rüstzeiten (zum Beispiel automatisiertem Stanzformwechsel). Ihr intuitives Bedienkonzept basiert auf dem der Rapida-Maschinen. Die Job-Profile sind abspeicherbar, was zu kurzen Einrichtezeiten bei Wiederholaufträgen beiträgt. Daneben ist die flexible Einbindung in MIS-Systeme möglich, die dem Anwender vollständige Transparenz in seinem Unternehmen bieten soll, wie der Anbieter betont. Auch vorhandene System (beispielsweise KBA Logotronic) lassen sich nutzen, so KBA weiter.

Im ersten Werk der Rapida RDC erfolgte das Rillen und Prägen und im zweiten Werk das Stanzen. Nach einem schnellen Formenwechsel im zweiten Werk sahen die Fachbesucher das Stanzen von Selbstklebeetiketten.

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