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KBA rüstet Axel-Springer-Rotationen mit Inkjet-Druckköpfen aus

Wachsender Markt für individuelle Eindrucke
 

Inkjet-Retrofit: Traverse mit Kodak Prosper S30 Inkjet-Eindrucktechnik und Kamerasystem im Überbau einer KBA-Offsetrotation. Die Abbildung zeigt die Standardvariante mit einem Druckkopf. Auch zwei oder mehrere Druckköpfe für eine größere Eindruckfläche oder eine höhere Fortdruckleistung sind möglich.

An sieben Standorten der Axel Springer AG wird Koenig & Bauer elf Prosper-Inkjet-Systeme von Kodak an KBA-Rotationen installieren. Die Installationen sollen im Frühsommer 2013 abgeschlossen werden, ohne den Produktionsalltag wesentlich zu stören. Das Inkjet-Retrofit kann von KBA-Technikern auch an Zeitungs- und Akzidenzrotationen anderer Hersteller durchgeführt werden.

Variable Eindrucke in der Zeitung erhöhen die Attraktivität für den Leser und bieten den Verlagshäusern zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten. Zielgruppengerechte Werbung, regional angepasste Anzeigenschaltung, Leser-Aktionen wie Gewinnspiele aber auch die Möglichkeit, Newsblöcke während des Fortdrucks zu aktualisieren (z. B. Zwischen- und Endstände von Wahlen oder Fußballspielen) sind einige von vielen Möglichkeiten, einen Mehrwert an Aktualität und Lesernutzen anzubieten.

Bereits zur Drupa 1995, also vor 18 Jahren, hat KBA an einer Express-Zeitungsrotation variable Eindrucke mit den damaligen Inkjet-Köpfen des später von Kodak übernommenen Herstellers Scitex vorgestellt. Wie schon 1995 mit der Vorläuferfirma Scitex bietet KBA die neueste Generation von Inkjet-Druckköpfen in Zusammenarbeit mit Kodak an. Das von Kodak für diesen Zweck präferierte Eindrucksystem Prosper S30 verfügt über eine maximale Druckauflösung von 600 x 200 dpi und kann variable Daten bis zu einer Bahngeschwindigkeit von 15 m/s eindrucken.

KBA integriert das Kodak-Inkjetsystem mit einer Kamera für die Registerhaltigkeit und einer motorisch verstellbaren Traverse zur exakten Platzierung der Druckkopf-Einheit zur Papierbahn im Oberbau. Die Traverse bietet für höhere Bahngeschwindigkeiten oder für eine höhere Auflösung die Möglichkeit, mehrere Druckköpfe bzw. Kamerasysteme aufzunehmen. Die Leitstand-Integration ist optional möglich, ebenso eine Stand-Alone Lösung mit externen Touch-Panel-PC.

Gerade bei älteren Zeitungsrotationen mit geringem Automatisierungsgrad und langen Rüstzeiten eröffnen sich durch die Nachrüstung der Inkjet-Technologie für Druckereien und Verlage interessante Möglichkeiten. Viele ältere KBA-Anlagen sind nach wie vor mit einer guten Druckqualität in Produktion, erfüllen aber zuweilen nicht mehr die heutigen Anforderungen in puncto Rüstzeiten für immer kleinere Teilauflagen, auf die Maschinen der neuen Generation mit Plattenwechselautomaten und Steuerungs- und Softwaremodulen für Zeit- und makulaturoptimiertes Anfahren und Anhalten ausgerichtet sind. Mit dem Inkjet-Eindrucksystem kann beispielsweise die Titelseite mit entsprechenden regionalen Überschriften und Inhaltsverzeichnissen flexibel und ohne zusätzliche Makulatur gestaltet werden. Häufig wechselnde Regionalteile, meist handelt es sich hier um vier bis sechs Seiten und Teilauflagen von 1.000 bis 10.000 Exemplaren, könnten über eine Inkjet Rotation, wie die KBA Rotajet 76, parallel zur Hauptproduktion produziert werden. Diese Mischvariante eröffnet darüber hinaus Potentiale für weitere Produkte mit kleinen Auflagen oder einem hohen Individualisierungsgrad.

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