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„Kanone“ faltet Papierflieger und feuert sie ab

Ingenieur entwickelt und baut 3D-gedruckte Maschine zum Falten und Auswerfen von A6-Papierfliegern
 

Die Papierflieger-Kanone „A6 v1.0“ schafft etwa 60 Papierflieger pro Minute zu falten und auszuwerfen. (Quelle: Galileo und YouTube)

Gleich zwei Berührungspunkte mit unserer Branche hat eine spannende Erfindung eines Düsseldorfer Diplom-Ingenieurs für Maschinenbau: Dieter Michael Krone hat eine Papierflieger-Maschine entwickelt und einen Prototypen gebaut, der gefaltete Papierflieger („Schwalben“) auswirft. Mit einem Durchsatz von 1 DIN-A6-großen Papierflieger pro Sekunde faltet das an ein Maschinengewehr oder gar eine Kanone erinnernde Teil Papierflieger und wirft sie gleich aus. Der zweite Berührungspunkt: Sämtliche Teile der Maschine wurden im 3D-Druck produziert.

Dieter Michael Krone ist schon seit längerem als Papierflieger-Enthusiast und -Experte bekannt. Eines Tage bekam er eine Anfrage, für einen 50. Geburtstag 500 Flieger, die dann auf die Bühne fliegen sollten, zu fertigen. „Doch ein guter Papierflieger braucht rund drei Minuten – das sind 20 Flieger in der Stunde. Selbst wenn ich fixer gewesen wäre, an 500 Stück sitzt man ewig. Da musste eine Maschine her“, wie das 3D-Magazin Make (Heise Medien) Dieter Krone zitiert.

Der Düsseldorfer wollte einen Automaten entwickeln und bauen, der Papierflieger mit möglichst wenig Stationen herstellen kann. Das war die Grundidee für die „A6 v1.0“ genannte Papierflieger-Maschine, deren etwa 1000 Einzelteile allesamt 3D-gedruckt wurden. Für den Antrieb (Falt-, Transport- und Auswurf-Mechanik) nutzte er einen Akkuschrauber und konstruierte die Maschine in MG- oder Kanonen-Form, wobei man die Maschine wie ein Gewehr hält und den Auslöser betätigt.

Die ausgeworfenen Papierflieger, die vorerst nur im Format A6 produzierbar sind, heißen „Automatix“. Laut Krone (www.papierfliegerei.de) wäre eine Kanone, die A4-Flieger produziert, etwa drei- bis viermal so teuer wie die A6-Maschine, die rund 2500 Euro an reinen Materialkosten (3D-Druck) erforderlich gemacht hat. Für das ganze Projekt wurden etwa 4000 Euro an Kosten veranschlagt, wie das Pro-Sieben-Magazin Galileo in einem Video-Beitrag über das Projekt berichtet. Das relativ wuchtige schwarze Konstrukt ist knapp 1 m lang und wiegt rund 5 kg.

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