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Kern GmbH baut Digitaldruck weiter aus

Prosper-Eindrucksysteme und Nexpress SX3300 im Einsatz

Mit der Finishing-Anlage und den ingesamt sechs Prosper-S10-Eindruckmodulen von Kodak kann die Kern GmbH täglich bis zu 200.000 Mailings produzieren.

Die Kern GmbH aus dem saarländischen Bexbach hat in den letzten Monaten verstärkt in den Digitaldruck investiert. So ergänzen heute sechs Prosper-S10-Eindrucksysteme in einer Finishing-Linie sowie eine Nexpress SX3300 mit Langformatanleger die Offset-Druckproduktion. Die digitalen Drucksysteme werden unter anderem für die Herstellung von Mailings eingesetzt.

Die 1911 gegründete und vormals klassische Akzidenzdruckerei Kern erzielt nach Angaben von André Kern, der das Unternehmen mit seinem Vater Jürgen und dessen Bruder Joachim Kern leitet, einen großen Teil des Umsatzes im Bereich Direktwerbung und variabler Datendruck. Die Mailingproduktion ist dabei zu einem besonderen Schwerpunkt des Unternehmens geworden. Mailings und Selfmailer werden in Auflagen zwischen 10.000 und einer Million Exemplaren produziert.

Mailingproduktion mit Inkjet-Druckmodulen

Bisher geschah das in einem dreistufigen Prozess mit Offset-Vordruck, einem schwarzen Eindruck per Laserdrucker und schließlich der Weiterverarbeitung. Heute wird ein Großteil der Mailingproduktion auf einer Perfektor-Mailinganlage realisiert, die bei ihrer Installation im Mai 2010 bereits mit drei Prosper-S10-Eindrucksystemen von Kodak ausgestattet worden ist. Die Anlage wurde für die beidseitige Personalisierung und komplette Endfertigung von Selfmailern konzipiert. Bereits Ende 2010 wurde die Anzahl der Eindrucksysteme auf sechs erhöht. So sind jeweils drei Prosper-S10-Druckköpfe auf zwei Saugbändertischen angeordnet. Die Druckköpfe bieten eine Druckbreite von je 105,6 mm und lassen sich zur Positionierung für die verschiedenen Aufträge auf Traversen verschieben. Die Auflösung der auf der Continuous-Inkjet-Technologie basierenden Druckmodule liegt bei 600 x 600 dpi. Je nach den aktivierten Inline-Verarbeitungsfunktionen erreicht die Anlage Geschwindigkeiten von 180 m/min. Die Prosper-Eindrucksysteme würden gar eine Geschwindigkeit von 305 m/min erreichen. Die Finishinanlage bietet, so Kern, neben dem variablen Datendruck auch eine Reihe von Inline-Verarbeitungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel Falzen in mehreren Taschenfalzen, Aufspenden, Taktperforieren, Taktschneiden sowie Verleimen mit Kaltleim und Fugitiv-Heißleim. Ein Entscheidungskriterium für die Wahl der Prosper-Eindruckmodule ist laut André Kern auch die Möglichkeit gewesen, mit den Inkjet-Modulen auf einer Vielzahl unterschiedlicher Substrate – ungestrichen, gestrichen und glänzend gestrichen – zu drucken. Durch den Einsatz der neuen Mailinganlage mit Inkjet-Eindruckmodulen sei zudem die Produktivität des Unternehmens gestiegen: So würden heute pro Tag 200.000 fertige Mailings entstehen, während man in der "alten" Methode nur 40.000 Exemplare am Tag produzierte.

Für kleinauflagige Mailings, Bücher und Bildbände: Die Nexpress SX3300

Neben den Prosper-S10-Eindrucksystemen hat die Kern GmbH Anfang des Jahres auch in eine Nexpress SX3300 von Kodak investiert. Das Drucksystem mit fünften Farbwerk ist erst im Juli mit einem Langformatausleger erweitert worden und bietet durch das längere Format von 356 x 660 mm nun eine um 27 Prozent vergrößerte Druckfläche. Über das fünfte Farbwerk werden zudem partielle und vollflächige Glanzveredelungen, oder dreidimensionale Effekte per Dimensional Printing realisiert. Auf der Nexpress SX3300 werden laut André Kern Produkte produziert, die für eine hybride Produktion mit den Prosper-S10-Systemen eine zu geringe Auflage besitzen. Auch Bücher, Bildbände mit niedrigen Auflagen, Vorab-Echtmuster und kleinere Nachproduktionen werden mit der Nexpress SX3300 hergestellt.

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