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Königsdruck: 3. Innovationstag im Zeichen von LED-UV

Berliner „Design-Druckerei“ produziert mit neuer KBA Rapida 106 und LED-UV-Ausstattung
 

Vor der mit einem KBArt-Motiv verzierten Rapida 106 (v.l.n.r.): Rolf Possekel, KBA; Olaf König und Carolin Zacharias von Königsdruck; sowie Reinhard Marschall von KBA.

Der 3. Innovationstag der Alt-Reinickendorfer Königsdruck Printmedien und digitale Dienste GmbH mit über 150 Kunden und Geschäftspartnern stand ganz im Zeichen der LED-UV-Technologie. Die Design-Druckerei betreibt ihre neue KBA Rapida 106 mit sechs Farbwerken und Lackausstattung seit einigen Wochen. Anlass genug, über erste Erfahrungen mit der LED-UV-Technologie in der Maschine zu berichten.

Dabei erläuterte Firmengründer Olaf König auch, warum LED-UV sein Interesse geweckt hat. Auf der Suche nach spannenden Themen, mit denen er das Unternehmen qualitativ und ökologisch weiterentwickeln kann, kam er auf die LED-Technologie. Er lernte die Entwickler der LED-Strahler (die dann in seine Druckmaschine eingebaut wurden) kennen und die für ihn passende Maschine war dann auch schnell gefunden. Bestellt wurde bei der Koenig & Bauer AG (KBA) eine Rapida 106 mit sechs Farbwerken und Lackausstattung. Um diese Investition herum bündelten die Fachleute von Königsdruck Kompetenzen im Maschinenbau, in der Farb- und Trocknerentwicklung und aus der Druckpraxis. So entstand in Berlin ein „internationales Drehkreuz der LED-Technologie“ für den Offsetdruck, wie es in einer aktuellen Prersseinformation von KBA heißt. 

Für Dirk Winkler, Bereichsleiter Drucktechnik von KBA, zeichnet sich LED-UV durch eine besonders hohe Druckqualität aus. Besonders auf kritischen Natur- und Offsetpapieren sei von spitzeren Punkten und hoher Brillanz auszugehen. Durch die elastische Polymerisation neigen die Drucksachen bei hoher Farbbelegung kaum noch zum Falzbrechen, so Winkler weiter. Auch ohne Schutzlackierung lassen sich die Bogen sofort weiterverarbeiten. Auf den Einsatz von Druckpuder kann man verzichten. Im Gegensatz zum traditionellen UV-Prozess entsteht bekanntlich kein Ozon und keine Geruchsbelastung. Der geringe Energiebedarf und die mineralölfreien Farbsysteme machen das Verfahren umweltfreundlich. Denn im Vergleich zu herkömmlichen UV-Verfahren liegt der Energiebedarf nur bei 20 Prozent.

Richard Wilson und Markus Menges von der Flint Group ließen ein Jahr Entwicklungspartnerschaft mit KBA und AMS „Revue passieren“. Die LED-Farben sind jetzt unter dem Namen „KBA Prime Print LED-UV powered by Flint Group“ erhältlich. Nun soll die Entwicklung von Drucklacken vorangetrieben werden. Daneben sind Tagesleucht-, Metallic- und Bio-Farben, migrationsfreie Farben sowie LED-Farbserien für nichtsaugende Bedruckstoffe geplant bzw. in Vorbereitung.

Carolin Zacharias, Geschäftsführerin bei Königsdruck, brachte die vielfältigen Initiativen des Unternehmens auf den Punkt: „Wir beschreiten den Weg zu einem nachhaltigen Unternehmen. Dabei setzen wir nicht nur auf ökonomische und ökologische Aspekte. Für uns sind die sozialen, insbesondere die Bildungsthemen, ebenso von Bedeutung.“ Vor dem Hintergrund, dass rund 7,5 Mio. Erwachsene in Deutschland nicht lesen und schreiben können, hat Königsdruck im September des vergangenen Jahres die Charity-Initiative „Happy by Design“ ins Leben gerufen. An der Seite der gemeinnützigen Kopf, Hand + Fuss gGmbH will Königsdruck das Tabuthema Analphabetismus öffentlich machen. Als Hilfe zur Selbsthilfe soll die deutschlandweit erste App namens „Irmgard“ auf den Weiterbildungsmarkt gebracht werden.

Die Druckfachleute konnten am Ende der Veranstaltung auch Muster aus dem Liveandruck mit nach Hause nehmen. Diese lassen sich jetzt auch über die Website von Königsdruck bestellen (www.koenigsdruck.de). 

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