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LOPEC 2014: Gedruckte Touch-Sensoren auf Möbeln

Internationale Fachmesse und Konferenz für gedruckte Elektronik (27. und 28. Mai) zeigt in München vielfältige Anwendungsmöglichkeiten
 

Per Fingertipp auf die Front des Küchenschranks lassen sich Wasser, Licht und Radio steuern.

Der OE-A-Produkt- und -Demonstrator-Wettbewerb zeigt im nunmehr vierten Jahr, was mit organischer und gedruckter Elektronik möglich ist. In vier Kategorien werden die Ideen auf der Messe LOPEC in München prämiert. Dort stellt sich auch die neue OE-A (Organic and Printed Electronics Association)-Arbeitsgruppe „Organic Electronics Energy“ (OEE) vor.

Ein Fingertipp auf die Front des Küchenschranks und das Licht geht an, das Wasser läuft, das Radio dudelt. Ganz ohne Kippschalter. Nur per Berührung. Was sich das Team des Spezialpapierherstellers Felix Schoeller da ausgedacht hat, ist neu in der Welt der organischen und gedruckten Elektronik. Die Experten haben Touch-Sensoren direkt in die Oberfläche eines Möbelstücks integriert – gedruckt auf Spezialpapier, um genau zu sein, und dann mit einer Spanplatte laminiert. Von der im Schrank versteckten Technik ist auf der Oberfläche nichts mehr zu sehen.

Diese Anwendungsmöglichkeit von gedruckter Elektronik ist nur eine von vielen, die auf der LOPEC, internationale Fachmesse und Konferenz (sie beginnt schon am 26. Mai) für diesen Bereich, gezeigt wird. Und es ist ebenfalls eines der Projekte, die zum Demonstratorwettbewerb der OE-A (Organic and Printed Electronics Association) angemeldet sind. Neu in diesem Jahr ist der Preis für „Prototypes and New Products“. „Damit unterstützen wir den Markteintritt der organischen und gedruckten Elektronik“, so Dr. Klaus Hecker, Geschäftsführer der OE-A.

Die Arbeitsgemeinschaft im VDMA organisiert die LOPEC gemeinsam mit der Messe München.

Internationale Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Hochschulen nehmen am jährlichen Wettbewerb teil, um ihre Ideen, Prototypen und Designs im Zusammenhang mit gedruckter Elektronik zu präsentieren. So sind diesmal Prototypen und Produkte aus den Bereichen Automobil, Beleuchtung, Funktionsoberflächen sowie Sicherheit- und Identifikation dabei. Die Einsendungen stellt die OE-A auf ihrem Stand (ICM, B0, Stand 110) aus.

Eine elektronische Sicherheits-Ausweiskarte, die Plastic Logic (Großbritannien) entwickelt hat, kann der Identifizierung und Zugangsberechtigung von Mitarbeitern oder auch Gästen eines Unternehmens dienen. Organische Transistoren ermöglichen einen dünnen und leichten Bildschirm auf dem Ausweis im Scheckkartenformat, der ein Bild des Besitzers anzeigt. Ein integrierter, gedruckter Datenspeicher ist wiederbeschreibbar. Fälschung und Übertragung an unbefugte Dritte ist nahezu unmöglich.

Der Papp-Kaffeebecher (Holst Centre, Niederlande), der mittels gedruckter Sensoren die Temperatur des Getränks angibt und per LED zeigt, wann es optimal genießbar ist, ist ein weiteres Beispiel. Touchsensoren, zum Beispiel von Poly-IC (Deutschland), können nicht nur in Smartphones zum Einsatz kommen, sondern auch bei Küchen- und Haushaltsgeräten sowie in Autos, bei denen Bedienelemente mit Touchfunktion denkbar sind.

OEE stellt OPV-Prototypen vor

Ebenfalls am Stand der OE-A und unabhängig vom Demonstrator-Wettbewerb zeigen Vertreter der Organic Electronics Energy (OEE), eine neue Arbeitsgruppe der OE-A, ihre Prototypen im Bereich organische Photovoltaik (OPV) – zum Beispiel eine Solarfolie, die in das Dach eines Autos integriert ist oder eine Design-Lampe mit organischen Solarzellen in Form von Ahornblättern. Sie zeigt, dass Energiegewinnung formschön sein und in Gebäudefronten integriert werden kann.

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