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Lopec 2016: Printelektronik zum Anfassen

Internationale Fachmesse und Kongress samt Rahmenprogramm vom 5. bis 7. April in der Messe München
 

Die vom Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme koordinierte Fertigungslinie Lopec Demo Line wird am 6. und 7. April Beispiele von Verpackungen mit integrierten Elektrolumineszenz-Flächen drucken.

Für alle an gedruckter Elektronik und funktionalen Beschichtungen Interessierten findet vom 5. bis 7. April 2016 in der Messe München (ICM, Internationales Congress Center München) die Lopec – Internationale Fachmesse und Kongress für gedruckte Elektronik – statt. Die Veranstaltung bietet neben der Fachmesse und dem Kongress für gedruckte Elektronik auch ein Rahmenprogramm. Zu den Publikumsmagneten zählt laut Veranstaltern (OE-A und Messe München) die Lopec Demo Line. Hier können Besucher live miterleben, wie elektrolumineszente Leuchttexte auf eine Verpackung gedruckt werden. Ein weiterer Programmpunkt sind die geführten Rundgänge zu den diesjährigen Fokusthemen: Automotive sowie Unterhaltungselektronik und Wearables.

Innovation Showcase

Ob intelligente Thermometer von TempTraq, die durchgehend die Körpertemperatur von Kleinkindern überwachen und bei Auffälligkeit Alarm schlagen, oder flexible Oled Lighting Panels von LG Display, die mit ihrer flächigen, einheitlichen und blendfreien Beleuchtung interessante Anwendungsmöglichkeiten für Designer und Architekten eröffnen: derartige Produktneuheiten und Prototypen der gedruckten Elektronik bündelt die Lopec 2016 im Innovation Showcase in der Halle B0.

„Mit der rasanten Weiterentwicklung der Druckprozesse und -materialien öffnen sich der Elektronikbranche und den Anwenderindustrien ungeahnte Möglichkeiten“, betont Thomas Kolbusch, Lopec Exhibition Chair und Vice President der Coatema Coating Machinery GmbH. „Die Lopec macht das Potenzial der gedruckten Elektronik deutlich und zeigt mit der Demo Line zugleich die Praxistauglichkeit der Druckverfahren.“

Was zeigt die Demo Line?

An der Lopec Demo Line, die mit 90 Quadratmetern eine größere Fläche einnimmt als in den Vorjahren, beteiligen sich 17 Mitglieder der OE-A (Organic and Printed Electronics Association). Die vom Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme koordinierte Fertigungslinie wird am 6. und 7. April Beispiele von Verpackungen mit integrierten Elektrolumineszenz-Flächen drucken. Mittels Siebdruck werden die funktionalen Schichten auf Papier und Folie aufgetragen. Besonderheit: Die Leuchtflächen lassen sich mit dem Inkjetdruck personalisieren. Messebesucher können sich ihre Verpackung dadurch individuell gestalten lassen und mitnehmen. Entwickelt wurde der Prozess an der TU Darmstadt. Kommerziell ließe sich die Technik nutzen, um Verpackungen und andere Produkte mit leuchtenden oder blinkenden Elementen zu versehen.

Startup Forum – was läuft hier?

Weitere Inspiration soll das Lopec Startup Forum am 6. April von 11 bis 13 Uhr bieten. Jungunternehmer haben jeweils zehn Minuten Zeit, um Investoren für eine Start- oder Folgefinanzierung zu gewinnen. Aus den Niederlanden tritt zum Beispiel Eurekite an – mit Keramiken, die so dünn und flexibel sind wie Papier. Aus den USA ist Molecular Glasses mit neuen Materialien für Oleds und Co. dabei. Auch Bioelectronics vom Forschungszentrum Jülich, die Darmstädter Startups GT+W und 7am sowie Otego aus Karlsruhe stellen sich vor. Otego druckt thermoelektrische Generatoren auf meterlange Folien, die auf die Größe eines Zuckerwürfels gefaltet werden. 7am wiederum arbeitet an der Herstellung von interaktiven Kommunikationsoberflächen mittels 3D-Druck, die virtuelle Welt und Realität verknüpfen.

Doch wie schaffen solche Ideen den Sprung auf den Markt? Wo liegt generell das größte kommerzielle Potenzial für die gedruckte Elektronik? Marktstrategien sowie technische Aspekte diskutieren Experten aus Industrie und Forschung am 6. April um 13 Uhr am Roundtable im Lopec Forum. Moderiert wird die Podiumsdiskussion von Dan Rogers, Head of Publishing des Beratungsunternehmens Smithers Apex.

Auf dem Aussteller Forum können sich die Messebesucher über die neuesten Entwicklungen, Produkte und Ideen der Aussteller informieren und ihr Fachwissen zur gedruckten und organischen Elektronik vertiefen.

Für Einsteiger in der Branche gibt es 30-minütige Einführungsvorträge mit grundlegenden Informationen zu dieser jungen Technologie. Die anschließenden Rundgänge zu den diesjährigen Fokusbranchen Automotive sowie Unterhaltungselektronik und Wearables runden das Rahmenprogramm der Lopec ab.

Die Lopec 2015 besuchten 10 Prozent mehr Interessierte als 2014. Es wurden 2.300 Besucher aus 42 Ländern gezählt, wobei rund die Hälfte der Besucher aus dem Ausland kam. Die große Mehrheit der Besucher waren Entscheider: 82 Prozent der Besucher gaben an, in ihrem Unternehmen direkt an Entscheidungen beteiligt zu sein.

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