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Maintal-Druck: Ehemaliger Geschäftsführer wegen Insolvenzverschleppung verurteilt

Zwölf Monate Haft auf Bewährung

Der ehemaliger Geschäftsführer der Firma Maintal-Druck ist wegen Insolvenzverschleppung zu zwölf Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden.

Wegen zweifacher vorsätzlicher Insolvenzverschleppung ist der ehemalige Geschäftsführer der Firma Maintal-Druck aus Mainleus (Bayern) zu einer einjährigen Gefängnisstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Wie die Bayerische Rundschau am 9. Juli berichtete, ging Richterin Anke Schattner vor dem Steuerschöffengericht am Amtsgericht in Hof von einem Vorsatz aus, weil es sich um ein "Dauerdelikt" gehandelt habe.

Der Angeklagte habe über einen längeren Zeitraum die schlechten Zahlen gekannt - habe aber nichts dagegen getan, wie etwa eine Insolvenz anzumelden. Sie räumte aber ein, dass der Mann von hinzugezogenen Experten "zum Teil sicher sehr schlecht beraten wurde".

Auch mit einer Nachfolgefirma sei der Angeklagte nicht erfolgreich gewesen. "Wie sollen wir hier noch von Fahrlässigkeit sprechen", wird die Richterin mit Blick auf eine ähnliche Problematik wie bei Maintal-Druck in der Bayerischen Rundschau zitiert. In das Urteil spielten nach Angaben der Zeitung auch Betrugsfälle hinein: Der Unternehmer hätte Bestellungen bei Lieferanten aufgegeben - in der Hoffnung, irgendwann zu zahlen, beziehungsweise mit dem dadurch erwirtschafteten Einnahmen alte Schulden begleichen zu können. "Das ist ein Schneeballsystem. Dass das nicht funktionieren kann, dazu muss man nicht kaufmännisch ausgebildet sein", stellte die Richterin fest.

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