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Verlage bauen Markenintegrität auf digitalen Plattformen und mobilen Geräten nur zögerlich aus

Studie von Monotype zeigt Nachholbedarf im Bereich crossmediale Markendarstellung und Werbung auf
 

93% der führenden Consumer-Magazine können ihren Lesern derzeit keine crossmediale Markendarstellung ermöglichen – und entsprechend auch kein solches Werbeangebot bieten. Als Heilsbringer für sämtliche Online-Kanäle wird HTML5 gesehen.

Ein aktueller Bericht der Initiative „Brand Perfect“ des Schriftspezialisten Monotype Imaging zeigt, dass weltweit tätige Verlage, „Marken“ und Technologieanbieter von einer wechselseitigen Zusammenarbeit profitieren können, um das Potenzial eines plattformübergreifenden Werbeauftritts bestmöglich auszuschöpfen. Doch laut der Studie besteht insbesondere bei der Darstellung von Marken auf mobilen Geräten noch großes Verbesserungspotenzial.

Die Studie „Adventures in Publishing – The New Dynamics in Advertising“ untersuchte die Online-Kanäle 100 beliebter Endverbrauchermagazine in Deutschland, Großbritannien und den USA und zeigte auf, wie uneinheitlich die Publikationskanäle von heute sind. Rund 93% der untersuchten Magazine ermöglichen noch keine optimale Markendarstellung über alle mobilen Plattformen hinweg – und das, obwohl Prognosen davon ausgehen, dass sich die Zahl der verkauften Smartphones und Tablets in naher Zukunft im Gegensatz zu den Desktop-PCs mehr als verdoppeln wird. Unternehmen sollten sich also bei ihren Werbestrategien verstärkt auch auf mobile Plattformen konzentrieren.

Von den 78 untersuchten englischsprachigen Consumer-Magazinen bieten 83% mindestens eine App im Apple App Store, bei Newsstand App oder über Google Play an. Alle 78 Magazine veröffentlichen zwar auf dem iPad, lediglich 25% haben aber ihre Online-Darstellung für Tablet-Bildschirme optimiert. Die meisten Verlage verwenden stattdessen verkleinerte Versionen ihrer Desktop-Seiten. Von den untersuchten Magazinen in Deutschland haben gerade mal 10% ihren Online-Auftritt für Tablets optimiert. Grundsätzlich zeige die Studie aber, dass Verlage dabei sind, ihr Angebot für mobile Geräte auszubauen. 38% der Publikationen bieten bereits eine für das iPhone optimierte Version ihrer Webseite an.

Werbung werde mehr und mehr zum inhaltlich anspruchsvollen Markenerlebnis, das überall beginnen kann, wo Kundenkontakt entsteht – berichtet Condé Nast USA am Rande der Studie. Die Einstellung und das Medienverhalten des Kunden zu verstehen, sei entscheidend, um aussagekräftige Markenbotschaften vermitteln zu können. Deshalb würden sich Unternehmen derzeit sehr bemühen, ihre Kampagnen für die Darstellung auf verschiedensten Plattformen auszurichten.
Das so genannte „responsive Webdesign“, bei dem eine optimale Darstellung von Inhalten auf verschiedenen Endgeräten im Vordergrund steht, setzt sich zwar immer mehr durch, die Studie zeigt aber, das Verlage diese Möglichkeit für ihren Online-Werbeauftritt kaum nutzen. Stehen aber keine für mobile Geräte optimierten Seiten zur Verfügung, werden Anzeigen auf diesen lediglich verkleinert dargestellt. Dies führt zu unleserlicher Schrift und einer verzerrten Bilddarstellung ...

Hintergrund:
Monotype Imaging ist ein weltweiter Anbieter von Schriften und Technologie sowie von Expertise in deren Umsetzung in Print- sowie digitaler Form.
Brand Perfect ist eine Initiative von Monotype. Sie wurde ins Leben gerufen, um eine Plattform zu schaffen, auf der sich Unternehmen, Agenturen und Entwickler austauschen und so Markenstärke und Nutzererfahrung verbessern können. 

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