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Museum für Druckkunst Leipzig will Unesco-Kulturerbe werden

Berwerbung in der Kategorie „traditionelle Handwerkstechniken“
 

Die handwerklich-künstlerischen Drucktechniken, wie zum Beispiel der Buchdruck mit Bleilettern, werden im Museum für Druckkunst in Leipzig aktiv gefördert.

Mit der aktiven Erhaltung und Vermittlung des Know-hows der handwerklich-künstlerischen Drucktechniken Hoch-, Tief- und Flachdruck bewirbt das Museum für Druckkunst Leipzig die Aufnahme von historischem Druckhandwerk in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes.

Deutschland hat sich mit dem Beitritt zum Unesco-Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes 2013 als 153. von 155 Vertragsstaaten verpflichtet, ein eigenes Verzeichnis für immaterielles Kulturerbe zu erstellen. Das Übereinkommen fördert und erhält überliefertes Wissen und Alltagskulturen. Zum immateriellen Kulturerbe zählen u.a. beispielsweise Tanz, Theater, Musik, mündliche Überlieferungen, Naturheilkunde und Handwerkstechniken.

Als länderübergreifende und multinationale Ausdrucksform schickt das Museum für Druckkunst in der Kategorie „traditionelle Handwerkstechniken“ das Druckhandwerk ins Rennen. Die handwerklich-künstlerischen Drucktechniken Hochdruck, Flachdruck und Tiefdruck werden im Museum gefördert, angewendet, weitergegeben und vermittelt.

„Die Aufnahme des historischen Druckhandwerks als immaterielles Kulturerbe wäre eine große Anerkennung für eine gesellschaftlich bedeutsame Kulturtechnik mit über 500jähriger Tradition,
die bis heute eng mit Leipzig und Sachsen verbunden ist.“ sagt Dr. Susanne Richter, Direktorin des Museums für Druckkunst Leipzig.

Die Bewerber je Bundesland werden im Dezember 2013 bekannt gegeben. Im Herbst 2014 soll das bundesweite Verzeichnis auf der Webseite der Deutschen Unesco-Kommission veröffentlicht werden. Auf den internationalen Listen des immateriellen Kulturerbes sind bisher 298 Ausdrucksformen gelistet. Die meisten Einträge verzeichnen China (37), Japan (21) und Südkorea (15). Europäische Staaten sind mit Kroatien und Spanien (je 13 Einträge), Frankreich (11) und Belgien (10) repräsentiert. Aus dem deutschsprachigen Raum sind bisher Österreich (2) und Luxemburg (1) vertreten.

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Leserkommentare (1)

Martina Reinhardt | Mittwoch, 11. Dezember 2013 12:56:02

Museum für Druckkunst + Unesco-Welterbe

Einen schönen guten Tag!

Nur ein kleiner Hinweis: die Überschrift suggeriert, das Museum für Druckkunst selbst will immaterielles Weltkulturerbe werden. Das stimmt so nicht. Im Fließtext steht es dann richtig: das historische Druckhandwerk mit allen Facetten soll in die Unesco-Liste aufgenommen werden. Dafür hat das Museum als Institution, die die entsprechenden handwerklich-künstlerischen Techniken noch lebendig hält, den Antrag gestellt.
Auch das Gutenberg-Museum hätte so einen Antrag stellen können. Oder das Hamburger Museum der Arbeit oder die Darmstädter etc.

Herzliche Grüße
Silvia Werfel

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