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Nach dem Großbrand bei Edelmann: Produktion läuft wieder auf Hochtouren

Schadensausmaß noch nicht absehbar – Etwaige Lieferverzögerungen sollen so gering wie möglich gehalten werden
 

Hier ein Blick auf den Firmensitz der Edelmann Group in Heidenheim an der Brenz.

Der Großbrand bei der Verpackungsdruckerei Edelmann in Heidenheim (print.de berichtete aktuell) hat einen noch nicht zu beziffernden Schaden angrichtet. Denn bis zum jetzigen Zeitpunkt können noch keine Aussagen getroffen werden, da die Ermittlungen noch andauern. Das bestätigte die Sprecherin des Unternehmens, Claudia Winter, in einem Interview mit Deutscher Drucker und print.de.

Jedoch sei niemand verletzt worden und der Krisenplan habe funktioniert, so Winter weiter. Die Feuerwehr Heidenheim und weitere freiwillige Feuerwehren der Nachbargemeinenden, Rettungs- und Hilfskräfte des DRK und THW sowie anderen Einrichtungen waren umgehend vor Ort und haben das Feuer zu jeder Zeit unter Kontrolle gehalten. Die Mitarbeiter sind evakuiert und in Sicherheit gebracht worden.

Das Feuer hat in etwa eine Tagesproduktion an Fertigware vernichtet, die aktuell nachproduziert wird. Die deutschen und europäischen Standorte unterstützen das Werk in Heidenheim mit Zusatzschichten und Wochenendarbeit und schaffen somit Kapazitäten. Aufgrund der Unterstützung von Lieferanten, Geschäftspartnern und der Bereitschaft zu Überstunden und Mehrarbeit aller Mitarbeiter, wird es möglich sein, etwaige Lieferverzögerungen gering zu halten, so die Sprecherin weiter.

Nach Ursachen für das im Keller der Versandhalle ausgebrochene Feuer wird noch geforscht. Sachverständige und die Staatsanwaltschaft sind eingeschaltet und haben die Ermittlungen bereits aufgenommen, wie das in solchen Fällen üblich ist.

Welche Auswirkungen hat der Brand auf die Produktion, den Vertrieb und die gesamte Struktur des Unternehmens, werden sich viele fragen? Nachdem das Feuer nach knapp 24 Stunden gelöscht wurde, ist im Laufe der Spätschicht am Donnerstag, 11. Januar 2018, die Produktion zu großen Teilen wieder angelaufen, wie Claudia Winter ergänzt. Seit Montag, 15. Januar 2018, sind alle Produktionsanlagen wieder in Betrieb, die Produktion läuft auf Hochtouren. Produktionsmaschinen sind vom Feuer nicht betroffen. Die Kunden des großen Verpackungs-Herstellers wurden regelmäßig über den aktuellen Stand informiert und stehen in engem Austausch mit den Ansprechpartnern. Auswirkungen auf die Struktur des Unternehmens seien nicht zu erwarten.

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