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Neue Generation von wasserbasierenden Farben für den Foliendruck

66. DFTA-Herbstfachtagung für Flexodrucker im September in Stuttgart beleuchtet auch Alternativen zu lösemittelhaltigen Druckfarben
 

Über 100 Proflex-Aussteller präsentierten den Besuchern im vergangenen Jahr ihr Produktportfolio.

Druckereien für flexible Verpackungen setzen überwiegend lösemittelbasierte Druckfarben ein. Der Anspruch, Lösemittel-Emissionen zu senken, wächst jedoch stetig. Daher sind Druckereien bemüht, Alternativen zu lösemittelhaltigen Druckfarben zu finden, die auf nachhaltige Weise den gesetzlichen Auflagen an Emissions- und Ex-Schutz gerecht werden. Dies ist eines der Themen der 66. DFTA-Herbstfachtagung, die am 11. und 12. September 2012 zusammen mit der Fachausstellung Proflex 2012 in der Hochschule der Medien, Nobelstr. 5B/10 in 70569 Stuttgart, stattfinden wird. 

Wasserbasierte Druckfarben sind für Frontaldruck und Verbundfolienherstellung geeignet. Im Frontaldruck wird eine gute Verankerung auf dem Substrat (Farbhaftung) verbunden mit hohen Beständigkeiten und sehr guter Verdruckbarkeit erzielt. Im Konterdruck auf Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) und Polyester (PET) für die Verbundfolienherstellung zeichnen sich wässrige Druckfarben durch eine exzellente Kombination aus Verbundfestigkeit und Verarbeitbarkeit aus. Somit ermöglicht eine neue Generation von wässrigen Druckfarben für flexible Verpackungen eine weitere Substitution von lösemittelbasierten Systemen durch eine optimale Kombination aus kostenoptimierter Produktion und Umweltfreundlichkeit.
Ein weiterer Vortrag befasst sich mit dem „Spektralen Multicolor-Proofing“ zur Verbesserung der Vorhersehbarkeit und Effizienz beim Handling von Prozess- und Sonderfarben in der Druckvorstufe. „Wie die Flat-Top-Technologie die Streifigkeit im Wellpappendirektdruck minimieren kann“, ist auch ein Thema. Durch die Entwicklung neuartiger Punktformen kann der Flexodruck den substratbedingten Herausforderungen beim Wellpappendirektdruck entsprechen. Es werden insbesondere qualitätsbeeinflussende Faktoren bei der Druckformherstellung mit besonderem Augenmerk auf die Punktgeometrien erörtert.
Sicher drucken mit migrationsarmen Farb- und Lacksystemen für den Wellpappendirektdruck, das geht. Lebensmittelverpackungen bieten Schutz, geben Kaufanreiz und dürfen das verpackte Lebensmittel in keinster Weise beeinflussen – dies sind die wichtigsten Merkmale einer Lebensmittelverpackung. Der Vortrag soll aufzeigen, wie diese Anforderungen miteinander kombiniert werden können.
„Hygieneaspekte bei der Produktion von Druckfarben für Lebensmittelverpackungen“ sind ebenfalls ein sehr virulentes Thema. Lebensmittel unterliegen verschiedensten gesetzlichen Anforderungen. Eine der wesentlichen Anforderungen lautet, dass das Lebensmittel in der gesamten Herstellungskette weder chemisch noch durch Fremdkörper wie zum Beispiel Glas oder Holzteilchen und auch nicht durch Keime verunreinigt werden darf. Hygienemanagement-Systeme sollen dies sicherstellen. Alle Systeme betrachten u.a. die Produktion, die Lagerung und den Transport. Der Vortrag beschreibt die aktuell im Markt angewandten Systeme und gibt einen Ausblick, in welcher Weise sich dies auf die Produktion von Druckfarben für Lebensmittelverpackungen auswirkt.

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