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OE-A-Wettbewerb: Zwei süddeutsche Hochschulen auf den vordersten Plätzen

Hochschule für angewandte Wissenschaften, München, siegt – Stuttgarter Hochschule der Medien (HDM) auf Platz zwei
 

Eine Version des prämierten kapazitiven Touchpad der Stuttgarter Hochschule der Medien vor dem Bildschirm eines Tablets.

Bei einem internationalen Wettbewerb der Organic and Printed Electronics Association (OE-A) in München haben Studenten der Hochschule für angewandte Wissenschaften, München, in der Kategorie „Best University Demonstrator“ mit ihrer „Flexible Interactive Cover Page“ den ersten Platz belegt. Zweiter Sieger ist die Stuttgarter Hochschule der Medien (HDM) mit mehreren Versionen von uneingeschränkt funktionsfähigen, vollständig gedruckten kapazitiven Touchpads.

Bei dem Wettbewerb „Competition for Multifunctional Demonstrators Based on Organic and Printed Electronics“ ging es darum, Demonstratoren zu bauen, die auf organischer oder gedruckter Elektronik basieren. Diese mussten aus dem Inhalt einer Toolbox hergestellt werden, in der sich 22 Elemente wie organische Leuchtdioden oder verschiedene leitfähige, aber auch isolierende und verdruckbare Materialien befanden. Sie wurde von der OE-A bereitgestellt. Die Aufgabe bestand darin, durch die Demonstratoren zukunftsweisende Anwendungen der Elemente zu charakterisieren.

Die HDM-Studenten hatten sich mit drei Versionen ihrer Touchpad-Demonstratoren, die sich aufgrund ihrer Transparenz etwa für Touchscreens anbieten, am Wettbewerb beteiligt. Aber auch zahllose andere digitale Geräte wie Tablet-PCs, Smartphones, E-Book-Readers, iPods, iPads, andere Wiedergabegeräte für Ton und Bild sowie Bildschirme im Automobilbereich und für industrielle Maschinen nutzen solche kapazitive Sensoren als Eingabeschnittstellen. Bei dieser Sensortechnologie wird die elektrische Kapazität zwischen sich kreuzenden, aber gegeneinander isolierten elektrischen Leiterbahnen lokal verändert, wenn sich ein Finger annähert. Die Veränderung der Kapazität wird benutzt, um die Anwesenheit des Fingers und seine Position zu bestimmen. 

„Kapazitive, berührungsempfindliche Schichten auf Kunststofffolien, die durch Siebdruck oder Ätzen von transparentem, aber elektrisch leitenden organischen Substanzen strukturiert werden, sind eine kostengünstige Alternative zu den bislang verwendeten konventionell strukturierten ITO-Folien, die zu ihrer Herstellung aufwändige Technologien benötigen. „Unsere innovative Herstellungsmethode erweitert die Anwendungsbereiche folienbasierter Touchpads und Touchscreens, weil sie zu einer Kosten- und Gewichtsreduktion führt“, erklärt der Betreuer des HDM-Projektes, Prof. Dr. Erich Steiner.

An dem Wettbewerb, der junge Ingenieure und Wissenschaftler bei ihrer Entwicklung zukunftsfähiger Anwendungen auf Basis organischer oder gedruckter Elektronik unterstützt, konnten sich Mitgliedshochschulen aber auch Mitgliedsunternehmen der OE-A beteiligen. Die Arbeiten der HDM-Studenten aus dem Masterstudiengang Print & Publishing entstanden in der Veranstaltung „Projekt angewandte Forschung“.

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Leserkommentare (1)

Moosheimer | Donnerstag, 11. Juli 2013 14:06:02

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