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Pantec GS Systems: Inline-Veredelung im Rolle-Rolle-Prozess

Open Days im Schweizer Kradolf mit Neuheiten für Verpackungsdrucker
 

Auf den Open Days 2015 zeigte Pantec GS Systems an seinem Unternehmenssitz in Kradolf in der Schweiz Rolle-Rolle-Prozesse in der Veredelung hochwertiger Verpackungen mit (u.a.) Effektfolien, Fresnel-Linsen, Hologrammen mit Sicherheitsmerkmalen und feinsten Reliefs auf.

Auch Verpackungshersteller sind immer mehr im Zugzwang, die Effizienz ihrer Produktionsprozesse weiter zu erhöhen. So müssen sie zum Beispiel die von ihnen hergestellten Verpackungen in immer kürzeren Zeiten an ihre Kunden liefern. Darüber hinaus suchen sie verstärkt nach Möglichkeiten, die Makulatur deutlich zu reduzieren. Beides sind angesichts der Komplexität der mehrstufigen Prozesse in der Bogenverarbeitung anspruchsvolle Herausforderungen, die den Rolle-Rolle-Prozess auch für das Packaging wieder in das Blickfeld rücken. Vor diesem Hintergrund standen die Open Days von Pantec GS Systems in Kradolf (Kanton Thurgau) ganz im Zeichen der Veredelung in Rolle-Rolle-Prozessen.

Neben Spezialisten für Tabakverpackungen waren vor allem Repräsentanten großräumig agierender Bogendruckereien, die für Markenartikler Verpackungen herstellen, nach Kradolf gekommen. Dabei handelte es sich vor allem um Verpackungs-Produzenten aus Mittel- und Osteuropa sowie aus Asien. 

Von den neuen Rolle-Rolle-Systemen ist zum Beispiel der 850 mm breite Rotations-Präger (Heißfolienprägesystem) Cheetah zu nennen, der mit Fresnel-Linsen arbeitet und Hologramme sogar oberhalb der spezifizierten Geschwindigkeit von 120 m/min exakt positionieren können soll, laut CEO Peter Frei. Das sei passend für die Inline-Integration in Tiefdruckmaschinen mit integrierter Endverarbeitung. 

Seiner Aussage nach seien in China in jüngster Zeit eine Reihe von Zigarettenverpackungs-Produzenten von der Bogenverarbeitung auf den Rolle-Rolle-Prozess umgestiegen. Für die Veredelung setzen einige Kunden die E-Pack-850-Rolle-Rolle-Anlagen mit dem Cheetah ein.

Die Veredelungsqualität von der Rolle ist in Teilbereichen mit derjenigen in der Bogenverarbeitung vergleichbar, jedoch lassen sich verfahrensbedingt kürzere Durchlaufzeiten erzielen. 

Insbesondere bei Zigaretten-Verpackungen führender Marken ist der Trend hin zur Veredelung mit hochdekorativen Heißfolien und zum Markenschutz mit Prestige fördernden sowie den Verkauf fördernden Hologrammen erkennbar. Verpackungen für Schokoladen, hochwertige Lebensmittel, Kosmetika, Health-Care- und OTC-Produkte der Pharmabranche oder Elektronikartikel bieten ähnliche Potenziale für die Rolle-Rolle-Verarbeitung – wobei bei kleineren Losgrößen schmalbahnige Systeme ins Spiel kommen.

Das Cheetah-System kann wahlweise inline oder offline eingesetzt werden. Im Tiefdruck hängt die Antwort auf die Frage, ob Cheetah besser in die Linie integriert oder offline betrieben wird, von verschiedenen Faktoren ab. „Müssen Prägungen überdruckt oder inline weiterverarbeitet werden, dann ist die Integration in Drucklinien eine Alternative“, grenzt Frei die beiden von Pantec GS Systems angebotenen Möglichkeiten ab.

Inline-Flachbett-Prägesystem

Ein zweiter Schwerpunkt der Open Days war das 410-mm-Rhino-Inline-Flachbett-Prägesystem für Rotationsmaschinen. Hier wurde live ein Etikettenmaterial mit Goldfolie geprägt. Je nach Anforderungen an die Veredelung von Selbstklebeetiketten kann das Rhino-Verfahren eine Alternative zur rotativen Inline-Folienprägung sein – wobei es nicht nur in rotative, sondern auch in semi-rotative Etikettendruckmaschinen integriert werden kann. Rhino soll laut Frei Reliefqualitäten wie traditionelle Bogenprägeeinheiten auf ungestrichenen Substraten mit offenen, strukturierten Oberflächen, wie sie zum Beispiel in der Herstellung hochwertiger Weinetiketten häufig eingesetzt werden, erreichen können. 

Während Cheetah eher große Aufträge abdeckt, wurden Rhino als Flachbettsystem und Swift als rotatives System sowie als „kleiner Bruder“ von Cheetah für die Veredelung kleinerer Auflagen entwickelt.

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