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"Politik muss wettbewerbsfähige Strukturen der Wirtschaft stärken"

Unternehmensforum des BVDM fand am 24. April statt

Die Mittelstandspolitik stand im Fokus des Unternehmerforums des BVDM in Berlin (von links): Christian von Stetten (CDU), Vorsitzender des Parlamentskreises Mittelstand, Rolf Schwarz, Präsident des BVDM, Druckunternehmer Christian Aumüller, Garrelt Duin (SPD), Sprecher der Arbeitsgruppe Wirtschaft und Technologie, Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks.
 

„Europa soll gelingen, im Interesse des Mittelstandes. Es darf jedoch nicht passieren, dass deutsche Stärken im Zuge einer europäischen Harmonisierung über Bord geworfen werden“ –  so ein Fazit des Unternehmerforums des Bundesverbandes Druck und Medien (BVDM) am 24. April in Berlin. Laut BVDM diskutierten bei diesem Treffen über 100 Druck- und Medienunternehmer mit Politikern und Vertretern der Wirtschaftsverbände die politischen und wirtschaftlichen Weichen­stellungen für die Druck- und Medienindustrie. Moderiert wurde das Forum von Daniel Goffart, Leiter des Hauptstadtbüros des Focus.

BVDM-Präsident Rolf Schwarz forderte, die Erfordernisse des Mittelstandes und speziell die der Druck- und Medienindustrie müssten in der Bundes- und EU-Politik mehr Gehör finden. Jede weitere Regulierung sei schädlich und besonders für kleine und mittelständische Druckunternehmen existenzbedrohend. „Die Stärkung wettbe­werbsfähiger Strukturen – in Deutschland und Europa – muss dagegen das Ziel sein“, so Schwarz.

Auch Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), betonte, Deutschlands Stärke sei der Mittelstand. Deutschlands berufliche duale Ausbildung und die selbstverwaltete Wirtschaft seien wichtige Pfunde. Der Mittelstand und seine Wachstumschancen dürften nicht durch teure Finanzierungsbedingungen, bürokratische Richtlinien und Verordnungen ausge­bremst werden.

Weitere Themen des Unternehmerforums waren der Druck- und Verpackungsmarkt in China und die Implikationen auf die Print-Märkte. Für circa 7,5 Mrd. US-Dollar wurden laut BVDM im Jahr 2009 in China Druckprodukte für das Ausland produziert. Der Druckmarkt Chinas wachse rasant. Trotz der politisch gesteuerten und staatlich gestützten chinesischen Druckunternehmen sähen Prof. Alexander Roos (Hochschule der Medien, Stuttgart) und Christian Rommel (ROX Asia Consultancy) für deutsche Druckunternehmen gute Chancen der Kooperation. Interessante Einblicke in das politische und wirtschaftliche System Chinas lieferte dazu Dr. Jörg Rudolph, Geschäftsführer des Ostasieninstitutes, Ludwigshafen.

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