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PrintCongress 2014: Vier Online-Druckereien stellen ihre Unternehmen vor

Welche Kooperationsmodelle gibt es für den Druck im E-Commerce?
 

Der Online-Druck ist eines der großen Themen des diesjährigen PrintCongresses am 18. September in Stuttgart. 

Online-Druckereien haben in den vergangenen Jahren einen großes Stück des Printkuchens erobert. Von einigen als Konkurrent gefürchtet, von anderen als Kooperationspartner geschätzt, pflegen viele Druckdienstleister ein ambivalentes Verhältnis zu den größeren Online-Druckereien. Auf dem Print-Congress (18. September in Stuttgart) von Deutscher Drucker und GC Graphic Consult werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen von großen Online-Druckereien und lernen neue Kooperationsmodelle im Online-Druck kennen. 

Ein Vortrag über den aktuellen Online-Druck-Markt sowie eine Darstellung über die strategischen Leitlinien im Online-Druck führen in das Thema ein. Highlights sind die Porträts der Firmen Onlineprinters, WIRmachenDruck, Vereinte Deutsche Druck AG und print4reseller.com

Die Programmpunkte:

  • Die Druckbranche auf dem Weg in die industrielle Produktion: Welche Marktanteile bekommt der Online-Druck? Wie entwickeln sich Online-Druckereien? Was verändert sich dadurch für „normale“ Druckereien?
    Bernhard Niemela, Geschäftsführer DeutscherDrucker Verlag (Ostfildern)
     
  • Strategie „Online-Druck“: Chancen – Businessmodelle – Erfolgsfaktoren
    Peter Jeschke, Geschäftsführer, GC Graphic Consult GmbH (Unterschleißheim)
     
  • diedruckerei.de: Von der konventionellen Druckerei zum E-Commerce
    Dr. Michael Fries, Geschäftsführer Onlineprinters GmbH (Neustadt a. d. Aisch)
     
  • Eine Onlinedruckerei als Partnernetzwerk? – Das Modell der Vereinten Deutschen Druck AG
    Christoph Deutsch, Vorstandsvorsitzender der VDD AG (Dresden)
     
  • So funktioniert eine der größten Online-Druckereien: wirmachendruck.de
    Samuel Voetter, Geschäftsführer WIRmachenDRUCK GmbH (Backnang)
     
  • Online-Druckerei als Kollegennetzwerk: print4reseller.com
    Olav Kollin, Geschäftsführer Kollin MediengesellschaftmbH (Neudrossenfeld)

Weitere Höhepunkte des PrintCongresses sind die Referate und die Podiumsdiskussion zum 3D-Druck, dem zweiten Hauptthema des PrintCongresses. Die kongressbegleitende Ausstellung der über 250 nominierten Druckprodukte des PrintStars-Wettbewerb 2014 vermittelt den Kongressteilnehmern, was derzeit von unterschiedlichen Kundengruppen am Markt nachgefragt und von den besten Dienstleistern produziert wird.

Sichern Sie sich noch heute Ihre PrintCongress-Tickets. Das Programm des PrintCongresses steht für Sie nachfolgend zum Download bereit.

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Leserkommentare (4)

HM | Donnerstag, 28. August 2014 13:36:02

Der Wahrheit ins Auge blicken, es werden Arbeitsplätze vernichtet!

Sehr geehrter Herr Niemela,
sehr geehrter Herr Blind,

Rucksack Betriebsrat, Bäckereien, technische Veränderungen/Ansprüche, Apps, Vergleichbarkeit von Angeboten - wer kann den mal hoppla hopp ein komplexeres Druckangebot lesen und 1:1 auswerten und vergleichen? Auch noch auf Knopfdruck?
Hr. Blind "Nicht der Preis treibt den Markt/Kunden zu den Onlinedruckern" - richtig, es ist zuerst die Werbung, die schicken Websites und dann der Preis, welcher für Werbezwecke schon sehr oft der billigste ist (wenn es nicht verschenkt wird) - wie bei Amazon; Arbeitsbedingungen und Subventionen eingeschlossen!? Die höheren Preise in der schicken, schlanken, einfachen Umgebung für diverse Produkte folgen später, wenn ein wenig Vertrauen aufgebaut wurde. Dann der schicke schelle Versand. Der Versand - endlich mal eine Branche in den oben genannten Produktionsketten, die es geschafft hat nicht mit den Wörtern "Ausbeutung", "faire Arbeitsbedingung", "faire Bezahlung + Arbeitszeiten" in Verbindung gebracht zu werden - wie bei Onlinedruckern und Amazon :-)
Dabei drücken Onlinedruckereien und Amazon die Preise bei den Lieferanten auf ein unwürdiges Niveau, welchen nur per Masse ausgeglichen werden kann. Wer das wohl ausbadet? Der Betriebsrat? Und wenn wir schon bei Amazon sind. Wissen Sie, wie sich die Steuerlast für Amazon in unseren Ländern darstellt?
---------
Haben Sie die Aussage von SV gelesen?
Technische Veränderungen gab es in der Druckbranche schon einige und Betriebsräte waren in den guten Zeiten auch schon an Board. Das Problem ist in erster Linie nach wie vor, dass es zu viele Druckereien oder zu wenige Aufträge gibt, wie man will - zumindest dieses Problem löst sich von selbst. Das zweite Problem sind die Verantwortlichen in den Druckereien. Ich selbst kenne die Branche nun viele Jahre. Ich kann Ihnen sagen, Managementprobleme sind allgegenwärtig, was wiederum dazu führt, dass die Belegschaft, welche meiner Meinung nach das Unternehmen ist, eingeschüchtert, ausgebeutet, erpresst und zu teilweise lächerlichen Konditionen eingestellt wird (...wenn es keine Zeitarbeiter sind). Lasst uns eine goldene Nase verdienen. Hurra, weg mit den Betriebsräten, lasst die Belegschaft für unsere Fehler büßen - gibt auf den Straßen ja genug davon!

Rolf Blind | Donnerstag, 14. August 2014 15:56:02

Der Wahrheit ins Auge blicken...

Herr Niemela hat hier völlig recht.
Die Druckbranche lebt in größtenteils einer Welt, die zwischen 2005 und 2007 eine entscheidende Wendung vollzogen hat. Bis zu diesem Zeitpunkt war es tatsächlich möglich mit besserer Qualität, besserem Service (was immer damit auch gemeint ist) und ständigen technischen Investitionen den Kunden "Neu" zu begeistern.
Die Konjunktur lief mal mehr, mal weniger gut. Druckgeschäft, zumindest in der breiten Masse, war ein regionales Geschäft.
Die Vergleichbarkeit auf Knopfdruck änderte dies von einem auf den anderen Tag. Das Internet als Plattform bot plötzlich die Möglichkeit innerhalb von Sekunden zu vergleichen.
Was damals übrigens am PC passierte.... heute vergleichen und informieren sich die Kunden direkt an Ihrem mobilen Endgerät.
Plötzlich waren Druckangebote von der einen auf die andere "Stunde" vergleichbar. Nur 2-3 Jahre früher hatte man per Fax die Anfrage an seine drei bis fünf Druckereien versendet und dann bis drei oder vier Tage auf das Angebot gewartet. Nur um dann festzustellen, dass man fünf verschiedene auf dem Tisch hatte.
Was die Kunden in die Online Druckereien treibt ist in erster Linie nicht der Preis (wobei ich hier das Visitenkarten und Flyerthema mal ausklammere)... es ist die vor allem die Schnelligkeit, die Bequemlichkeit und die Tatsache dass man den Prozess der Anfrage selber in der Hand hat.
Das gleiche Phänomen kann man bei Amazon beobachten. Die Städte sind voll von Menschen.... aber jeder bestellt auch bei Amazon... warum? Nicht weil es dort immer billiger wäre, sondern weil der Prozess so schlank, so einfach ist und weil ich Ihn selbst in der Hand habe. Schlanke und schnelle Prozesse...... ist leider etwas was sich mit einer so traditionellen Branche und den vorhandenen gewerkschaftlichen Strukturen aus den 80er und 90er Jahren gar nicht verträgt. Das war das große Problem der 2000er Jahre. Unflexible und unbewegliche Betriebsräte die einen radikalen Umbau von Druckereien zu Dienstleistungszentren verhindert haben. Wohl dem, der damals ohne diesen "Rucksack" seine Druckerei neu gründen konnte.. siehe Flyeralarm..
Diese Herausforderung alleine wäre aber noch zu meistern gewesen... was aber nun dazu kommt... die Gesellschaft konsumiert den Content heute einfach anderes.
Nachrichten und Wetter? hab ich eine App. Buchempfehlungen und Tipps? hab ich meine Social Media App, Reiseführer und die nächste Pizzeria oder nach nächste Edeka? Hab ich meine App, Fernsehprogramm? hab ich meine App, gedruckte Kontoauszüge? was soll ich denn damit....usw. usw. unsere Gesellschaft will das so... und die Welt ist wie sie ist.
Das ist die Herausforderung für Druckereien in den 2010er Jahren... diese Hürde zu meistern und zu überleben. Der gedruckte Content wird überleben.... wie und in welchen Bereichen....? Entscheidet nicht der Druckunternehmer, nicht die neue 10 Farben XL+Lack mit UV Lack , nicht die dritte Schicht am Wochenende, nicht der Aussendienst ... sondern der Markt. Und der Markt ist der Kunde.

Bernhard Niemela | Dienstag, 12. August 2014 09:10:19

Veränderte Marktbedingungen

Vielen Dank für Ihren Kommentar, der noch einmal deutlich macht, wie wichtig es ist, dass sich der PrintCongress 2014 des Themas Online-Druck annimmt. Da die Redaktion direkt angesprochen worden ist, antworten wir gerne.

Blicken wir jedoch zunächst mal auf eine ganz andere Branche: Im Backgewerbe hat der vielfache Aufbau industrieller Fertigungskapazitäten in den letzten Jahren dazu geführt, dass manche traditionelle Bäckerei nicht mehr wettbewerbsfähig wurde. Von einem Niedergang der Backbranche würde aber keiner sprechen, denn gleichzeitig haben andere alteingesessene Bäckereien nicht nur überlebt, sondern ihr Geschäft modernisiert, ausgebaut und manchmal sogar durch eigene Filialen vergrößert. Manche dieser Bäckereien lassen sich inzwischen für Standardprodukte mit vorfabrizierten Teigen beliefern und senken so ihr Kostenniveau. Gleichzeitig machen sie ihr Angebot durch spezielle eigene Backwaren unverwechselbarer. Imbiss-Verkäufe oder Catering-Dienstleistungen sorgen für neue, zusätzliche Umsätze. Was zeigt uns das? Die Druckbranche ist bei weitem nicht die einzige Branche, in der Unternehmen mit veränderten Marktbedingungen konfrontiert sind. Aber muss man deshalb die Zukunftsfähigkeit einer Branche insgesamt in Frage stellen? Zwar ist es nachvollziehbar, dass man sich in einer Zeit rasanter Veränderungen nach der „guten alten Zeit“ sehnt. Aber wenn man ehrlich ist: weiterbringen tut einen das nicht. Wenn wir uns wieder unserer Druckbranche zuwenden, macht es vielmehr Sinn, sich genau anzusehen, warum und wie es Druckdienstleistern gelingt, Teile ihres Geschäfts mit E-Commerce-Methoden in standardisierter Form anzubieten. Der PrintCongress wird deshalb aufzeigen, nach welchen Prinzipien der Online-Druck funktioniert.

Der oben genannte Kommentar wirft „Online-Druckern“ auch unseriöse Niedrigpreise vor. Solche Preise gibt es in unserer Branche wahrlich genug. Sie allerdings mit dem Online-Druck in Verbindung zu bringen, ist nicht sachgerecht. Mit „Dumpingpreisen“, die sich unter Herstellkosten bewegen, haben die Angebote von Online-Druckereien in der Regel nichts zu tun. Vielmehr sind deren Produktionen hoch standardisiert, professionell kalkuliert und erwirtschaften gute Erträge. Umso interessanter ist es, dass der PrintCongress Wege aufzeigt, wie sich gerade kleinere und mittlere Druckereien durch den Online-Druck weiterentwickeln können. Dank Internet sehen wir in der Printbranche immer mehr Druckdienstleister, die Kooperationen suchen, zunehmend vernetzt arbeiten und dadurch breitere Portfolios anbieten können. Auch das ist eine Ausprägung des Online-Drucks. Wie das funktioniert, zeigt der PrintCongress.

SV | Montag, 11. August 2014 09:26:02

Arbeitsplatzvernichter

Hat die Druckbranche nicht schon genug Probleme mit Preisdumping?

Dutzende Betriebe unterbieten sich jeden Tag, der Endkunde lacht sich tot.
Die Druckunternehmer haben noch immer nicht verstanden das es nicht der richtige Weg ist
sich nur über "Billige Preise, schnelllaufende Druckmaschinen und kurze Einrichtezeiten zu definieren.

Und dann wird noch den Branchenvernichtern noch auf "print.de" eine Plattform geboten ....
arme Druckbranche ....

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