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Recht im Onlinedruck: Wie sich rechtliche Stolperfallen umgehen lassen

Auf dem Online Print Symposium hat Dr. Martin Schirmbacher wertvolle Tipps gegeben
 

Wie sich sich rechtliche Stolperfallen im Onlinedruck umgehen lassen, darüber hat Dr. Martin Schirmbacher beim Online Print Symposium 2017 gesprochen.

Noch nie war es so einfach, Print auch weit über den eigenen Landkreis hinaus zu verkaufen – WWW sei Dank. Wer seine Produkte aber über einen Webshop vertreibt, muss sich genau überlegen, in welchen Märkten er aktiv ist bzw. sein will, denn nicht überall gilt gleiches Recht. Oder hätten Sie gewusst, dass es in der Schweiz kein Widerrufsrecht gibt, dass Sie in Frankreich zwingend den Host-Provider im Impressum angeben müssen oder dass die AGBs, wenn Sie in Polen um Kunden werben, auch in polnisch verfügbar sein müssen? Wo rechtliche Fallstricke im Onlinedruck liegen, hat Rechtsanwalt Dr. Martin Schirmbacher auf dem OPS 2017 verraten.

Wer in den Kontaktdaten seines Onlineshops die Telefonnummer mit internationaler Landesvorwahl, also die +49, angibt, der bietet seine Dienstleistungen auch ausländischen Kunden an. Klingt logisch. Doch wer weiß schon, dass dadurch im Falle eines Falles nicht zwingend die deutschen, sondern beispielsweise die Verbraucherschutzbestimmungen des anderen Landes gelten? „Die Frage, ob auf den eigenen Shop einmal ausländisches Recht Anwendung findet, entscheidet sich letztlich daran, ob er auf das Ausland ausgerichtet ist", erklärte der Rechtsanwalt Dr. Martin Schirmbacher beim diesjährigen Online Print Symposium. Und diese Ausrichtung könne schon durch Kleinigkeiten sichtbar werden.

Dazu zählen neben der Angabe der Telefonnummer mit internationaler Landesvorwahl beispielsweise auch

  • das Angebot zu einer Sprachauswahl der Inhalte des Onlineshops
  • die Angabe von Fremdwährungen
  • die Angabe von Informationen zu Lieferkosten und -fristen in andere Länder
  • die Bewerbung des eigenen Angebots auf ausländigen Websites, wie etwa google.ch oder google.at oder
  • die Einbindung von Bewertungstools inklusive der Posts von Kunden aus fremden Ländern.

Außerdem gibt es in unterschiedlichen Ländern unterschiedliche Anforderungen an die AGBs – oder schlicht und ergreifend Dinge, die hier zwar erlaubt, in anderen Ländern aber verboten sind. Wie beispielsweise der Fakt, dass in der Schweiz Gewinnspiele nicht mit dem Warenkorb eines Webshops kombiniert werden dürfen. Mehr über die Anforderungen verschiedener Länder und über weitere rechtliche Stolperfallen lesen Sie im Beitrag "Vorsicht, rechtliche Fallstricke!" in der morgen erscheinenden Ausgabe 19 von Deutscher Drucker. Darin erfahren Sie zudem mehr darüber, inwieweit man sich dagegen "absichern" kann, dass einmal ausländisches Recht für den eigenen Onlineshop zur Anwendung kommt.

DD19/2017 können Sie hier bestellen oder direkt als digitale Version downloaden. [603]

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