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Saxoprint investiert in eine zweite Großformat-Wendemaschine von Heidelberg

Heidelberg Speedmaster XL 162 soll Anfang 2013 aufgestellt werden
 

Die Online-Druckerei Saxoprint in Dresden erhält Anfang 2013 bereits die zweite Großformatmaschine Speedmaster XL 162 von Heidelberg.

Die zu Cewe Color gehörende Online-Druckerei Saxoprint hat in eine weitere Großformat-Wendemaschine von Heidelberg investiert. Die Speedmaster XL 162 mit acht Farben und Wendung soll Anfang 2013 aufgestellt werden und ergänzt damit eine bereits produzierende baugleiche Maschine sowie eine Speedmaster-XL-145-Vierfarben. Entscheidungskriterien für die neue Druckmaschine seien die kürzeren Rüstzeiten und die geringe Makulatur gewesen.

Die Speedmaster XL 162 verfügt über eine motorische Papierdehnungskompensation (Remote Fan Out Control) für einen genauen Passer sowie über eine Doppelgreifer-Auslage für eine maximale Bogenausnutzung. In Verbindung mit dem vollautomatischen Plattenwechsel Autoplate XL und der spektralfotometrischen Inline-Regelung von Farbe und Register via Print Inpress Control sollen besonders kurze Rüstzeiten erreicht werden – die nur ein Drittel gegenüber früherer Werte betragen sollen. Dies sei vor allem deswegen wichtig, da im Segment der Online-Druckereien die Auflagen mit teilweise nur 250 Exemplaren für den großformatigen Offsetdruck untypisch niedrig sind. Bei Saxoprint liegen die Rüstzeiten, inklusive Plattenwechsel, Waschen und Einrichten, nach Aussage der Geschäftsführer zwischen acht und zwölf Minuten. In Sachen Makulatur soll die Speedmaster XL 162 nur rund 120 bis 150 Bogen benötigen.

Passerdifferenz vollautomatisch kompensieren

Neu im Großformat ist, so Heidelberg, auch die motorische Papierdehnungskompensation, die für einen exakten Passer im Schön- und Widerdruck sorgen soll. Diese Technologie ermögliche es, eine an der Bogen-Hinterkante durch den Papierverzug auftretende Passerdifferenz vollautomatisch vom Maschiennleitstand Prinect Press Center aus zu kompensieren. Damit entfalle das zeitaufwendige manuelle Blocken, Stauchen, oder Spreizen der Spannschienen-Segmente bei den Druckplatten.

Größere bedruckbare Fläche gestaltet den Aufbau von Sammelformen flexibler

Dank der Doppelgreifer-Auslage sollen sich zudem weitere Probleme lösen lassen. So werde ein flexibleres Job-Pooling, also ein effizienterer Aufbau der Sammelformen, ermöglicht, der bisher durch die Korridore für die Bogenbremsen maschinenbedingt eingeschränkt war und die bedruckbare Fläche um rund sechs Prozent verringerte. Mit der neuen Technologie wird der Bogen in der Auslage durch Greifer an der Bogenvorderkante und an der Bogenhinterkante geführt, sodass das Bogenleitblech entfallen konnte. Die Bremskorridore werden zudem durch eine spezielle Bremsgreiferbrücke überflüssig. Aufträge lassen sich laut der Heidelberger Druckmaschinen AG nun über die gesamte Bogenfläche verschachteln. So könnten zudem Papier und Einkaufskosten gesenkt werden.

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