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So ökologisch sind Deutschlands Druckereien

Alle Ergebnisse der EcoPrint-Umfrage
 

Im Vorfeld der neuen Fachmesse "Ecoprint" haben Deutscher Drucker und print.de eine Umfrage gemacht, welchen Stellenwert eine ökologische Ausrichtung bei Druckunternehmen hat. Die Ergebnisse stehen nun fest.

Im Vorfeld der neuen Fachmesse „EcoPrint Europe 2012“ (26.-27.9. in Berlin) befragten Deutscher Drucker und print.de Deutschlands Druckereien nach ihrer ökologischen Ausrichtung. Die Ergebnisse machen deutlich, auf welch hohem Niveau ökologische Fragestellungen in der Druckindustrie diskutiert werden. Für das Gros der Unternehmen ist die Ökologie ein Bestandteil ihrer Unternehmensstratgie.

Die meisten Druckereien sind sich einig, dass der Bedarf an nachhaltigen Druckdienstleistungen wachsen wird. Obwohl bereits einige Öko-Zertifikate und Öko-Standards auf dem Markt sind, halten fast die Hälfte der Druckereien einen neuen Green-Printing-Standard für sinnvoll.

Doch da die Kundennachfrage oftmals noch nicht groß genug ist und sich Umweltinvestitionen manchmal nicht direkt rechnen, scheuen sich Unternehmen, ins „Green Printing“ einzusteigen. Aber auch hier ist offenbar einiges in Bewegung: Viele Druckereien geben an, dass ihre Kunden zunehmend auf ökologische Belange achten. Außerdem geht die Mehrheit der Umfrageteilnehmer davon aus, dass sich Umweltinvestitionen in Zukunft rechnen werden. Auf die Frage, welche Unterstützung Druckereien bei der Implementierung einer nachhaltigen Produktionsweise benötigen, stehen Informationen über finanzielle Fördermöglichkeiten an erster Stelle.

Dass die Druckindustrie bei den Printbuyern ein negatives Öko-Image hätte, wird von den meisten Antwortenden nicht bestätigt.

Die Umfrageergebnisse im Einzelnen

(Prozentangaben hinter dem Komma gerundet; teilweise Mehrfachnennungen möglich):

Frage: Ist Ihr Unternehmen nach einem Umweltstandard zertifiziert? Setzen Sie ökologische Gütesiegel ein?  

  • ISO 14001: 28 %
  • EMAS: 13 %
  • EU Ecolabel: 2 %
  • FSC/PEFC: 50 %
  • CO2 -Gütesiegel/CO2-Kompensation: 32 %
  • Keines der angebotenen Zertifikate oder Gütesiegel in Anspruch: 22 %
  • Andere Maßnahmen: 18 %

Frage: Welche Zertifikate oder Gütesiegel sind Ihrer Meinung nach am nützlichsten für die Druckindustrie?  

  • ISO 14001: 38 %
  • EMAS: 24 %
  • EU Ecolabel: 9 %
  • FSC/PEFC: 56 %
  • CO2 -Gütesiegel/CO2-Kompensation: 36 %
  • Ich halte keines der angebotenen Zertifikate oder Gütesiegel für nützlich: 16 %
  • Etwas anders wäre wesentlich nützlicher: 10 %

Frage: Glauben Sie, dass ein neuer Standard für innovative Green-Printing-Lösungen eine gute Sache wäre, um Printbuyer zu informieren?  

  • Ja: 45 %
  • Nein: 26 %
  • Vielleicht: 29 %

Frage: Falls Sie noch kein Umweltzertifikat einsetzen: Was hat Sie bisher davon abgehalten?

  • Zu kostspielig: 42 %
  • Zu zeitaufwändig: 19 %
  • Kunden fragen bei uns keine Zertifizierungen nach: 47 %
  • Wir haben in ökologischen Fragen keine Inhouse-Erfahrungen, und die Berater helfen uns auch nicht weiter: 2 %
  • Andere Gründe: 28 %

Frage: Falls Sie zertifiziert sind: Haben sich die Zertifizierungskosten durch Kosteneinsparungen an anderer Stelle amortisiert?  

  • Nein: 67 %
  • Ja: 33 %

Frage: Würden Sie Ihr Unternehmen als ökologisch orientiertes Unternehmen bezeichnen?

  • Ja: 80 %
  • Nein: 20 %

Frage: Falls Ihr Unternehmen umweltorientiert ist: Warum sind Sie diesen Schritt gegangen?

  • Die Kunden haben dies von uns verlangt: 29 %
  • Wir hatten den Eindruck, dass uns Kunden ernster nehmen, wenn wir uns um Umweltbelange kümmern: 37 %
  • Ökologie ist ohnehin ein integraler Bestandteil unserer Unternehmensstratgie: 73 %
  • Wir sparen damit Kosten: 31 %
  • Andere Gründe : 4 %

Frage: Gibt es genügend Unterstützung für Unternehmen, die sich ökologisch ausrichten möchten? 

  • Ja: 52 %
  • Nein: 48 %

Frage: Falls Sie Ihr Unternehmen zukünftig ökologisch ausrichten möchten: Welche Maßnahmen werden Sie einleiten, um Ihre Ökobilanz zu verbessern? 

  • Wir werden unsere Arbeitsabläufe verbessern, um effizienter zu produzieren und weniger Makulatur und Abfall zu erzeugen: 53 %
  • Wir werden ökologischere Bedruckstoffe oder umweltfreundlichere Verbrauchsmaterialien einsetzen: 45 %
  • Wir werden in neue Maschinen investieren, mit denen eine nachhaltigere Produktion möglich ist, die weniger Makulatur produzieren, eine bessere CO2 -Bilanz haben und profitabler sind: 33 %
  • Wir investieren in eine bessere Software und kontrollieren stärker unsere Kosten: 8 %
  • Wir entwickeln Lösungen, die die Werthaltigkeit unserer Produkte und den Profit erhöhen: 25 %
  • Wir entwickeln eine unternehmensübergreifende Nachhaltigkeitsstrategie, die unser ökologisches Profil schärft und das gesamte Mangement, die Mitarbeiter, die Produkte und die Geschäftsmodelle positiv beeinflusst: 40 %
  • Wir werden keine der oben genannten Maßnahmen ergreifen: 3 %
  • Wir werden andere Wege beschreiten: 12 %

Frage: Glauben Sie, dass Ihr Unternehmen durch eine ökologische Strategie seine Kostenstruktur langfristig verbessern könnte? 

  • Ja: 59 %
  • Nein: 19 %
  • Um dies zu beantworten, müsste ich über mehr Informationen verfügen: 22 %

Frage: Glauben Sie, dass es einen stärkeren gesamtgesellschaftlichen Nachhaltigkeitstrend geben wird, der die Anforderungen an die Druckbranche verändern wird?  

  • Ja, bei den großen Markenartiklern findet eine größere Umweltorientierung statt: 39 %
  • Es wird einen größeren Bedarf an nachhaltig erzeugten Produkten geben, aber nicht wenn die Kosten dafür zu hoch sind: 57 %
  • Unsere Kunden werden auch in Zukunft nur wenig Wert auf ökologisch produzierte Printprodukte legen: 17 %

Frage: Glauben Sie, dass die Druckindustrie ihren Kunden, den Printbuyern und der breiten Öffentlichkeit ein ökologisches Image vermittelt? 

  • Ja, der Branche gelingt es, die Nachhaltigkeit von Printprodukten und Printproduktionen in den Köpfen zu verankern: 7 %
  • Ja, aber nicht bei allen: 31 %
  • Nein. Der Fokus liegt bisher nur auf der Nachhaltigkeit von Papier und Substraten, nicht auf der Druckproduktion selbst: 52 %
  • Nein, die Druckindustrie wird generell als „schmutzige“ Branche angesehen: 19 %

Frage: Wie ökologisch sind Ihre Kunden? Registrieren Sie, dass die Marketingverantwortlichen verstärkt einen Nachweis für die Nachhaltigkeit Ihres Unternehmens verlangen?  

  • Ja: 56 %
  • Nein: 44%

Frage: Falls ja: Hat dieser Druck in den vergangenen drei Jahren zugenommen? 

  • Ja: 77 %
  • Nein: 23 %

Frage: Was würden Sie an Unterstützung benötigen, um Ihr Unternehmen ökologisch auszurichten? 

  • Mehr kostenlose Informationen: 25 %
  • Mehr Informationen über finanzielle Fördermöglichkeiten: 46 %
  • Erfahrungsberichte von anderen Druckunternehmen, wie sie ihr Geschäftsmodell geändert haben: 33 %
  • Seminare und Konferenzen, bei denen Sie sich mit Fachkollegen austauschen könnten: 33 %
  • Online-Kongresse und Online-Seminare (Webinars): 11 %
  • Mehr Unterstützung von den Branchenverbänden: 23 %
  • Mehr Unterstützung von den Maschinenherstellern: 19 %
  • Mehr Unterstützung von der Zulieferindustrie insgesamt: 40 %

Hier geht es zur Fachmesse EcoPrint Europe 2012.

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