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Soldan: Gaudi beim Gautschen

Bei der Wassertaufe à la Gutenberg wurden den frisch-gebackenen Gesellen auf traditionelle Weise die schlechten Gewohnheiten der Lehrzeit ausgetrieben
 

Michael Kürten, Philipp Michalski, Dirk Forwick, Pascal Möhlenbruch, Horst-Dieter Gawehns, Marcel Berger und Martin Mittweg (v.l.).

Bei Soldan (Essen) wird seit nunmehr fünf Jahren ein Stück guter, alter Drucker-Tradition praktiziert – das Gautschen der Kornuten. Gemäß dem alten Buchdruckerbrauch wurden kürzlich unter der Anleitung des Gautschmeisters Martin Mittweg, Leiter der Druckerei, in historischem Gewand und vor den Augen der versammelten Gautsch-Zeugen die Auszubildenden Marcel Berger und Pascal Möhlenbruch nach bestandener Abschlussprüfung der feucht-fröhlichen „Wassertaufe à la Gutenberg“ unterzogen. Mit dem Gautschen sollen die schlechten Gewohnheiten aus der Lehrzeit abgewaschen werden.

Auf die Aufforderung des Gautschmeisters hin „Packt an, lasst seinen Corpus posteriorum fallen auf den nassen Schwamm, bis triefen beide Ballen“, wurden die Lehrlinge von den Packern Dirk Forwick, Gerhard Fank und Michael Kürten hochgehoben und auf einen nassen Schwamm gesetzt. Doch damit nicht genug. Da das Ritual auch noch fordert, dass „der durst’gen Seele ein Sturzbad obendrauf geben werde, das ist den Jüngern Gutenbergs die allerbeste Tauf“, wurde vom Schwammhalter Horst Gawehns noch ein Eimer Wasser über den Täuflingen ausgeschüttet. Um sicherzustellen, dass die Gautschlinge auch wirklich durch und durch nass sind und zum Gaudi der versammelten Gautschzeugen wurde zu guter Letzt noch die Taufe „ad Podexiorum“ vollzogen, bei dem die Gautschlinge auch noch in einen mit Wasser gefüllten Trog getaucht wurden.

Mit dem Bekenntnis der Gautschlinge: „Es sei künftig mein Bestreben, keine Druckfehler mehr zu machen. Den Lehrlingen will ich ein geduldiger Helfer sein. Gott segne die Kunst“, und der Übergabe des Gautschbriefes endete die Gutenbergsche Wassertaufe.

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