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Spintler Druck und Verlag erneuert Maschinenpark mit KBA Rapida 106 mit Lackturm

UV-Veredelungen können nun inhouse produziert werden
 

Thomas Leckert, Geschäftsführer von Spintler Druck und Verlag (r.), und Werner Dengel aus dem KBA-Vertrieb an der neuen Rapida 106 im Hause Spintler Druck und Verlag.

Spintler Druck und Verlag im oberpfälzischen Weiden hat vor kurzem in eine Fünffarben-Rapida 106 mit Lackturm der Koenig & Bauer AG investiert und damit seine bisherige Hauptproduktionsmaschine ersetzt. Entscheidungskriterien waren für den Geschäftsführer Thomas Leckert neben den Leistungsmerkmalen der Maschine, auch die Betreuung durch den Hersteller sowie die Kosten pro gedrucktem Bogen. Dank des Lackturms kann das Unternehmen nun auch UV-Veredelungen im eigenen Hause anbieten.

Eine Stärke des Unternehmens sind laut Thomas Leckert Mischprodukte aus Digital- und Offsetdruck. Dabei handelt es sich um unterschiedlichste teilpersonalisierte Objekte, von Mailings bis zu personalisierten Verpackungen. Diese können von der Stückzahl 1 bis zu 50.000 Exemplaren reichen. Im Digitaldruck können beispielsweise drei oder fünf Verpackungen als Präsentationsmuster hergestellt werden, ehe die Hauptauflage folgt. Über Laserstanzen und Schneidplotter erfolgt die Verarbeitung bei Kleinstmengen. Daneben stehen Spezialstanzen, Falz- und Heftmaschinen sowie Anlagen zur Verarbeitung von Selfmailern zur Verfügung. Bis hin zur manuellen Konfektionierung erfolgen die meisten Arbeitsschritte im Haus. Je aufwendiger eine Produktion, desto besser passt sie laut dem Geschäftsführer ins Portfolio von Spintler Druck und Verlag. Die Auftraggeber des 50-Mann-Unternehmens kommen aus allen Teilen Deutschlands. Zum Kundenkreis zählen überwiegend Versicherungsunternehmen, Werbeagenturen und größere Verlage.

Mit der Installation der Fünffarben-Rapida 106 mit Lackturm erfolgte kürzlich der Systemwechsel bei der Hauptmaschine. Die neue Bogenoffsetmaschine bedruckt Papier mit 60 g/m² genauso wie Kartonagen bis zu ca. 800 g/m². Vom Format her ist sie so abgestimmt, dass bis zur letzten Minute entschieden werden könne, ob ein Job auf der Rapida oder der anderen Mittelformatmaschine im Drucksaal läuft. Der Plattenwechsel erfolgt mit der FAPC-Automatik. Der Bedruckstoff wird bei Spintler fast stündlich gewechselt, da das Unternehmen auf Individualität setzt. Heute sind die Jobs nach 12 bis 15 Minuten druckreif. Früher wurde bis zu 1,5 Stunden „rumgebastelt“. Die Zeitersparnis werde unter anderem durch die ziehmarkenfreie Anlage und die Preset-Funktionen der Rapida 106 erzielt. Die reaktionsschnelle Inline-Qualitätsregelung mit Qualitronic Colorcontrol sorge zudem dafür, dass die Qualität über die gesamte Auflage konstant bleibt und weniger Papier im Abfallcontainer landet. Bereits wenige Monate nach Inbetriebnahme der Rapida 106 habe sich die Produktionsmenge des Unternehmens um 20 bis 25 Prozent erhöht.

Neu ist für Spintler auch die UV-Veredelung. Bisher erfolgte sie über externe Dienstleister. Die interne Abwicklung im Inline-Prozess bringt nun eine deutliche Zeitersparnis. Meist wird mit konventionellen Farben gedruckt, anschließend ein Primer aufgetragen und mit UV-Lack veredelt.

Ökologische Prozesse

Die Rapida 106 hat nach Angaben des Druckdienstleister durch ihre geringere Stromaufnahme auch ökologische Fortschritte gebracht. Die Stromerzeugung im eigenen Blockheizkraftwerk trägt zudem dazu bei, dass auch veredelt werden kann, ohne die CO2 -Bilanz negativ zu beeinflussen. Daneben erzeugt Spintler auch Solarstrom. Die Plattenherstellung erfolgt prozesslos ohne Chemikalien. Der Einsatz von Druckhilfsmitteln und Farben hat sich reduziert und die Glykol-Kühlung sei ein Gewinn für das Klima im Drucksaal.

Den ebenfalls angebotenen klimaneutralen Druck nutzen besonders Großkunden aus der Verlags- und Versicherungswirtschaft. PSO- und FSC-Zertifizierungen sind seit Jahren selbstverständlich. Spintler Druck und Verlag verlegte usprünglich einmal eine eigene Heimatzeitung. Bereits vor 20 Jahren wurde das Blatt eingestellt. Danach kam von 1990 bis 2000 die Blütezeit des Formulardrucks. Der Bogenoffset führte damals mit einem Produktionsanteil zwischen 10 und 20 Prozent ein Schattendasein. Heute nehmen Endlosformulardruck und Briefbogen von der Rolle einen Anteil von jeweils 10 Prozent ein. 80 Prozent der Produktion laufen im Bogenoffset oder Digitaldruck. Besonders interessieren den Geschäftsführer Thomas Leckert heute die Kombinationen und Schnittstellen zwischen Digital- und Offsetdruck. Hier kann das Unternehmen mit drei Bogenoffset- und vier Digitaldruckanlagen (zwei zusätzliche sind bei Tochtergesellschaften installiert) seinen Kunden eine Vielzahl unterschiedlicher Produkte anbieten.

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