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UV Days 2015: IST Metz „rockt“ die Druckmaschinen

Drucktechnik zum Anfassen auf der UV-Hausmesse
 

Auf dieser gedruckten und hochwertig veredelten Karton-Gitarre kann man im doppelten Sinne des Wortes „spielen“. Durch eine Laserung lässt sich das Instrument auch als Klangkörper für ein Smartphone nutzen.

Die weltweit größte Hausmesse für UV-Technologie geht in die nächste Runde: Vom 15. bis 18. Juni 2015 wird Nürtingen wieder zum Mittelpunkt der UV-Druckbranche. Zum siebten Mal lud die IST Metz GmbH zum Knowhow-Transfer und Erfahrungsaustausch in der Nähe von Stuttgart ein. IST Metz gehört zu den Pionieren in der UV-Technologie uns ist seit über 35 Jahren innovativ in der Branche tätig. Die Unternehmensgruppe bietet sowohl Härtungssysteme mit UV-Lampen als auch mit LEDs an. 2002 hat IST Metz mit den UV Days die erste internationale Veranstaltung mit dem Schwerpunkt UV-Druck ins Leben gerufen.

Ein Alleinstellungsmerkmal der UV Days ist die praktische Ausrichtung. der UV-Anlagenhersteller IST Metz zeigt UV im Bogen-, Rollen- und Digitaldruck. Auf insgesamt drei Druckmaschinen wird laufend UV-gedruckt – zum Anschauen, Anfassen und Mitnehmen. Ein eigens entwickeltes Druckprodukt veranschaulicht die vielfältigen Möglichkeiten, die UV-Technologie zum Beispiel in den Marktsegmenten Verpackungsdruck, Akzidenzdruck oder Etikettendruck bietet.

Passend zum Veranstaltungsmotto „UV rocks!“ wird eine Gitarre aus Karton live auf der hauseigenen Bogenoffset-Druckmaschine gedruckt und veredelt. Sie besteht aus zwei Teilen, dem Hals und dem Korpus, die zu einem dreidimensionalen Körper gefaltet werden. Der Korpus wird live auf der hauseigenen Bogenoffsetdruckmaschine von IST Metz, einer Heidelberg Speedmaster CD 102-7 LX, gedruckt. Bei der Härtung der Farben und Lacke kommen besonders energieeffiziente UV-Systeme von IST Metz als Zwischentrockner und als Endtrocknung zum Einsatz. Sie sorgen für einen hochwertiges Druckbild und filigrane Lackeffekte auf der Gitarre.

Wie die Gitarre enststeht

Auf Karton der Sorte Avanta Image im Format 70 x 100 cm werden zunächst Magenta, Yellow und Schwarz gedruckt. Im vierten Druckwerk wird ein Mattlack partiell aufgetragen. Danach folgen ein Iriodin- und ein Sparklinglack, die für schillernde Effekte auf Teilen des Gitarrenkörpers sorgen. Mit einer Prägeform im siebten Druckwerk wird die Struktur von Holz nachgebildet. Im Flexowerk wird schließlich ein Spot-Glanzlack aufgetragen, der die Holzoptik noch verstärkt.

UV-Zwischentrockner kommen nach den Druckwerken 4 und 6 zum Einsatz, und am Schluss des Inline-Prozesses die Endtrocknung.

Die Besonderheit dabei: Die beeindruckenden Effekte werden diesmal durch eine Kombination von LED-Farben und UV-Lacken erreicht. Die Skalenfarben sind LED-Farben, die Inline-Veredelungen sind UV-Lacksysteme. Bei der Druckvorführung wird sowohl die Aushärtung mit UV-Lampensystemen als auch mit LED-Systemen gezeigt. So werden die jeweiligen Stärken der unterschiedlichen Trocknungstechnologien im Druckprozess veranschaulicht.

Die beim herkömmlichen Musikinstrument metallenen Stege auf dem Hals der Papiergitarre werden ebenfalls live auf den UV Days auf einer MGI 3D Jet Varnish Ifoil veredelt, um eine möglichst realistische Optik und Haptik zu erzielen. Dafür wird eine besonders hohe UV-Lackschicht von etwa 80 μm aufgetragen. Anschließend durchläuft der Bogen das Werk zur Heißfolienapplikation. Die Folie bleibt an den lackierten Stellen auf dem Druckbogen haften. So entstehen deutlich fühlbare erhabene Stellen auf dem gedruckten Gitarrenhals. Wie schon beim Druckprodukt anlässlich der UV Days 2013, einer vierfach ausgezeichneten Verpackung, ist die Gitarre durch ein ganzheitliches Produktkonzept gekennzeichnet. Das UV-Druckprodukt wird auch diesmal wieder um spannende Merkmale ergänzt, die seine Funktionen erweitern. In den gefalteten Kopf der Gitarre kann jedes handelsübliche Smartphone eingeschoben werden. Dazu wird es zunächst in eine Halterung geklemmt, die im 3D-Druckverfahren produziert wurde. Mit einer papiernen Lasche wird der Kopf oben geschlossen. Eine eigens für den Anlass entwickelte App kann für Apple- oder Android-Geräte geladen werden. Sie beinhaltet ein Spiel, bei dem – ähnlich wie beim Gitarrenspiel – mit den Fingern der linken Hand die richtigen Saiten getroffen werden müssen, um Punkte zu erzielen. Die Papiergitarre kann mittels der App also tatsächlich digital „gespielt“ werden.

Die Gitarre hat aber nicht nur spielerischen Charakter, sondern kann auch als „Lautsprecher“ verwendet werden. Dafür wird sie hochkant abgestellt und der Hals in den Korpus eingeschoben. Auch hierfür wird das Smartphone in der Halterung in den Gitarrenkopf geschoben. Auf der Vorderseite des Korpus wurde ein Muster ausgelasert, so dass er als Klangkörper fungiert.

„Wir schreiben uns längst nicht mehr nur auf die Fahnen, ausschließlich über UV-Druck zu informieren. Das ist und bleibt natürlich unsere Kernkompetenz“, so Dirk Jägers, Geschäftsführer der IST Metz GmbH. „Ein attraktives Druckprodukt muss heutzutage allerdings – gerade im höherpreisigen Segment – ein stimmiges Gesamtkonzept bieten, um auf den Verbraucher einzuwirken.“

Innovationsbereiche

Zu dieser Ausrichtung passen auch die Innovationsbereiche auf den UV Days: Hier präsentieren Partner Designtrends, außerdem stellen Experten weitere Einsatzgebiete für den Einsatz von UV-Systemen, wie zum Beispiel Verklebungen oder die Wasserentkeimung mittels UV-Licht, vor. Die zwei Bereiche mit Neuentwicklungen und Trends ergänzen die Ausstellung von 35 Branchenpartnern aus der Druckindustrie. Neu ist dieses Jahr außerdem eine Ausstellung ausgezeichneter Druckprodukte im Rahmen der „Print Stars“ des Fachmagazins Deutscher Drucker, darunter auch Einreichungen von IST Metz. Die UV Lounge lädt auch dieses Jahr wieder zum Austausch unter Branchenkollegen ein.

Mit rund 700 Gästen an vier Veranstaltungstagen sind die UV Days die größte Veranstaltung ihrer Art. Aus aller Welt kommen Besucherinnen und Besucher nach Nürtingen, um sich über die neuesten Trends in der Branche zu informieren. Diesmal findet die Hausmesse zum ersten Mal im Neubau der IST Metz Firmengruppe statt, der mit über 2.000 m² mehr Ausstellungsfläche als je zuvor bietet.

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