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Uni Graz: Forschungslabor für Faserquellung eröffnet

Labor forscht mit Unterstützung der Unternehmen Mondi und Océ
 

Das „Christian-Doppler-Labor für Faserquellung und deren Effekt auf die Papiereigenschaften", das an der TU Graz angesiedelt ist, wird von Ulrich Hirn geleitet. Foto: Lunghammer, TU Graz

Zu Beginn dieses Jahres wurde an der Technischen Universität Graz (TU Graz) ein "Christian-Doppler(CD)-Labor für Faserquellung und deren Effekt auf die Papiereigenschaften" eröffnet. Das Labor unter der Leitung von Ulrich Hirn wurde in Kooperation mit der TU Graz und den Unternehmenspartnern Océ Holding B.V. (Niederlande), Hersteller digitaler Druckmaschinen insbesondere im Bereich Hochgeschwindigkeits-Tintenstrahldruck, sowie dem internationalen Verpackungs- und Papierkonzern Mondi, eingerichtet.

Gemeinsam mit den Unternehmenspartnern und gefördert vom österreichischen Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft, will das Grazer Team die mechanischen Vorgänge der Faserquellung von Papier erfassen und in weiterer Folge Simulationsmodelle von Papier erarbeiten. 

Schwerpunkt der Untersuchungen durch das Team des CD-Labors werden die Quellungsvorgänge in der Papierproduktion, bei Druck und Verarbeitung sein. So erklärt Laborleiter Ulrich Hirn: "Bei modernen Hochgeschwindigkeits-Tintenstrahldruckern ist insbesondere die Faserquellung sehr wichtig, je weniger die Fasern quellen, desto kürzer ist die Trocknungszeit." Andererseits verleihe gerade die Faserquellung dem Papier mehr Festigkeit. Ausgehend von den Untersuchungen des Labors sollen Simulationsmodelle der unterschiedlichen Prozesse entwickelt werden.

"Wenn wir Papiereigenschaften je nach Anwendungsgebiet optimal mixen wollen, müssen wir die Wasseraufnahme und die mechanischen Vorgänge bis in die einzelne Papierfaser verstehen, beschreiben und idealerweise auch simulieren können. Das ist in den kommenden sieben Jahren unser Auftrag. Wir möchten in Zusammenarbeit mit unseren Unternehmenspartnern Lösungen finden, um das Papier, den Druck inklusive Tinten und Maschinen sowie die Verarbeitung weiter zu verbessern", so Ulrich Hirn.

Weitere Info:
In Christian-Doppler-Laboren wird anwendungsorientierte Grundlagenforschung auf hohem Niveau betrieben, Wissenschafterinnen und Wissenschafter kooperieren dazu mit Unternehmen. Für die Förderung dieser Zusammenarbeit gilt die Christian-Doppler-Forschungsgesellschaft international als Best-Practice-Beispiel. Christian-Doppler-Labore werden von der öffentlichen Hand und den beteiligten Unternehmen gemeinsam finanziert. Wichtigster öffentlicher Fördergeber ist in Österreich das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW).

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