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VDMB-Umfrage: Unternehmensnachfolge in der Druckindustrie

Ergebnisse einer Umfrage des Verbands Druck und Medien Bayern

Der VDMB hat die Ergebnisse seiner Umfrage zur Unternehmensnachfolge vorgestellt.

Familienbetriebe sind das Rückgrat der deutschen Wirtschaft, und viele mittelständische Unternehmen stehen vor einem großen Umbruch. Zum einen verändert sich derzeit die Branche, zum anderen wird der demografische Wandel stärker spürbar. Deshalb bekommt das Thema Unternehmensnachfolge eine hohe Relevanz: Immer mehr Unternehmen suchen einen Nachfolger! Wie groß die Veränderungen in den Unternehmen bereits kurzfristig sein werden, zeigen die Detailzahlen aus der Umfrage des Verbands Druck und Medien Bayern, die bundesweit durchgeführt wurde.

Zwei Drittel der Befragten gaben an, dass sie in den nächsten fünf Jahren einen Nachfolger für Ihr Unternehmen suchen. Dies zeigt bereits, welche Dimension der Generationenwechsel in den mittelständischen Unternehmen der Druckindustrie hat. Dabei gewinnt die Suche außerhalb der Familie immer mehr an Relevanz. Knapp 50 % der befragten Unternehmer gaben an, dass sie entweder an einen Investor, an einen Wettbewerber oder an einen Mitgesellschafter bzw. an das Management verkaufen möchten. Die meisten Kinder wollen nicht in die Fußstapfen der Eltern treten. Sie haben andere Karrierepläne, als im heimischen Betrieb das Zepter zu schwingen.

Deshalb ist es auch wichtig, dass man sich als Unternehmer sehr frühzeitig mit dem Thema Nachfolgeregelung beschäftig, um einen potentiellen Nachfolger, der sowohl die fachliche als auch die kaufmännische Kompetenz vorweisen kann, findet. Dies sind laut Umfrage die größten Herausforderungen bei der Nachfolgeregelung. Unterstützung erhoffen sich rund 50 % der Befragten dabei von einem Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer oder dem Verband, wobei das eigene Netzwerk mit knapp 75 % den größten Stellenwert einnimmt.

„Als Verband kennen wir natürlich die Branche seit vielen Jahren sehr genau und gemeinsam mit unseren Experten aus der Unternehmens- und Steuerberatung sowie aus der Anwaltschaft und dem verbandlichen Arbeitsrecht können wir wichtige Grundlagen, rechtliche Rahmenbedingungen und mögliche Fallstricke aufzeigen. Dieser Mehrwert wird, wie aus der Umfrage ersichtlich, von unseren Mitgliedern sehr geschätzt“, so Holger Busch, Hauptgeschäftsführer des Verbands Druck und Medien Bayern.

Für viele Unternehmer ist es allerdings nicht ganz einfach, an den Rückzug aus dem mit viel Mühe aufgebauten Unternehmen zu denken, denn es kostet viel Überwindung, sich von seinem Lebenswerk zu lösen und einem qualifizierten Nachfolger den Platz zu überlassen. Folgerichtig wollen die meisten Mittelständler dem Unternehmen zunächst auch weiter verbunden bleiben. Besonders deutlich wird dies daran, dass rund 70 % der Befragten nach der Unternehmensübergabe eine beratende Funktion im Unternehmen einnehmen möchten.

„Für Nachfolger und bisherige Inhaber sicherlich keine einfache Konstellation. Dennoch eine sinnvolle Lösung, um hier keinen Cut, sondern einen schleichenden Übergang und somit keine negativen Einflüsse auf den Geschäftsbetrieb beziehungsweise wirtschaftliche Einbußen zu haben“, so Busch abschließend. Die Verbände Druck und Medien in Baden Württemberg und Bayern beleuchteten alle Varianten bei einer Fachtagung die Unternehmensnachfolge in der Druckindustrie“.

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