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VDZ und Sapient: Kostenpflichtige Webangebote auf dem Vormarsch

2005 Umsatzvolumen von 127 Mio. Euro

Kostenpflichtige Online-Angebote setzen sich immer mehr durch: Die Akzeptanz von Paid Content steigt sowohl bei den Internet-Nutzern als auch bei den Content-Anbietern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) gemeinsam mit dem Management- und Technologie-Consulter Sapient durchgeführt hat. Derzeit macht die Hälfte aller Paid-Content-Anbieter pro Quartal Umsätze von nicht mehr als 10.000 Euro, ein knappes Drittel kommt auf bis zu 100.000 Euro pro Quartal. Allerdings sind die Umsätze aus bezahlten Webangeboten in den ersten drei Quartalen 2002 um 30 Prozent gewachsen. Für 2005 erwartet die Studie in Deutschland für kostenpflichtige Online-Angebote einen Markt von insgesamt 127 Mio. Euro. Die Mehrheit der Internet-Nutzer ist laut Studie bereit für Inhalte im Web in ihre Geldtasche zu greifen.
Die größte Zahlungsbereitschaft der User herrscht laut Studie bei Online-Banking, bei Datenbanken und Archiven, bei Finanz- und Wirtschaftsinformationen sowie bei Software-Downloads. Von Seite der Anbieter kostenpflichtiger Inhalte und Services ist vor allem in den Bereichen Datenbanken, Archiv und Software-Downloads eine Ausweitung des Angebots geplant. Auch beim Download von Videos und Games, beim SMS-Versand, bei Streaming Audio bzw. Video und Beratungsservices werden verstärkt Angebote in Erwägung gezogen. Die Zufriedenheit jener, die bereits Paid-Content-Angebote nutzen, ist laut Studie sehr groß. Beinahe 74 Prozent würden das gekaufte Angebot wieder kaufen.
Als Folge dieser Akzeptanz sollen sich die Umsätze im Internet der Aufteilung im klassischen Printbereich annähern, wo etwa zwei Drittel der Umsätze mit Werbung, der Rest mit bezahlten Diensten erwirtschaftet werden. Zurzeit macht Paid Content nur rund fünf Prozent der Umsätze im Web aus. Als Erfolgsfaktoren für kostenpflichtige Angebote im Internet nennt die Studie Wertigkeit, Nutzerfreundlichkeit und relative Exklusivität. Für die Analyse wurden 15 Content-Anbieter und über 11.000 Internet-Nutzer befragt. Zudem wurden 38 Websites untersucht, darunter Online-Angebote von T-Online, AOL, MSN, Yahoo, Kirch Intermedia, Playboy Deutschland und diverser Verlagshäuser. Die Studie wird im Januar 2003 in Buchform veröffentlicht.

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