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Bei Rechnungen, Verträgen und Dokumenten bevorzugen Verbraucher Papierdokumente

Neue Bitkom-Studie zeigt, dass elektronisch versendete Dokumente bisher auf wenig Resonanz stoßen
 

Bei Rechnungen, Verträgen und Dokumenten bevorzugen Verbraucher Papierdokumente. Das hat die neueste Untersuchung des Hightech-Verbandes Bitkom ergeben. Im Bild: Bitkom-Hauptvorstand Andreas Nowottka.

Da die Wirksamkeit von Rechnungen, Verträgen und anderen Dokumenten in vielen Fällen nicht mehr an die Schriftform gebunden ist, können sie auch elektronisch versandt werden. Entsprechende Angebote stoßen bei den Verbrauchern bislang aber kaum auf Resonanz. So interessiere sich auch unter den 18- bis 29-Jährigen nur jeder Vierte für elektronische Dokumente: lediglich 24 Prozent dieser Zielgruppe erhalten ihre Post lieber in digitaler Form anstatt als Papierbrief. Bei den 50- bis 64-Jährigen bevorzugt sogar nur jeder Zehnte digitale Dokumente. Das hat eine Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands Bitkom ergeben.

Wie die Erhebung weiter beweist, ziehen insgesamt 15 Prozent den digitalen Versand von Rechnungen und Verträgen den klassischen Briefen vor. 81 Prozent der Bundesbürger erhalten ihre Dokumente lieber in gedruckter Form. „Digitalen Dokumenten vertrauen vor allem ältere Menschen deutlich weniger als dem klassischen Papierbrief“, sagt Bitkom-Hauptvorstand Andreas Nowottka. „Unternehmen setzen dagegen jetzt schon immer stärker auf das papierarme Büro, indem sie Dokumente weitgehend digital verarbeiten. Das gilt auch für geschäftskritische und offizielle Unterlagen.“

72 Prozent der Befürworter von Papierdokumenten sehen hingegen keine Vorteile in digitalen Rechnungen oder Verträgen. Jeder Vierte von ihnen (26 Prozent) kennt keine geeigneten Ablagesysteme für digitale Dokumente. Auch Sicherheitsbedenken spielen eine wichtige Rolle. Jeder Dritte (33 Prozent), der Papierbriefe dem digitalen Versand vorzieht, befürchte, dass bei der Übertragung Unbefugte auf seine Rechnungen und Verträge zugreifen könnten. 14 Prozent von ihnen haben Bedenken, dass die digitalen Dokumente beim Versand verloren gehen könnten.

Viele Unternehmen vertrauen dagegen zunehmend digitalen Dokumenten. Hierfür setzen sie Technologien des Enterprise Content Managements ein. So könnten Druck- und Versandkosten eingespart, die Zusammenarbeit von Kollegen erleichtert sowie der Zugriff auf digitale Unterlagen auch von unterwegs aus, etwa per Smartphone, Tablet Computer oder Laptop ermöglicht werden. Für die sichere elektronische Übermittlung werden hier verschiedene Technologien eingesetzt, unter anderem Verschlüsselungssoftware oder Signaturen. Dadurch soll die sichere Übermittlung und die Integrität des Dokuments gewährleistet werden.

Methodik

Für die Angaben zur Nutzung von digitalen und Papierdokumenten hat das Marktforschungsinstitut Aris 1.007 Personen über 18 Jahren befragt. Alle Angaben sind laut Bitkom repräsentativ.

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